Medien im Familienalltag – zwischen Schutz und Teilhabe

Medien im Familienalltag – zwischen Schutz und Teilhabe

„Medien im Familienalltag“, ein Thema, an dem man als Pflegefamilie mittlerweile kaum noch vorbeikommt. Thea Rohn und Nadine Zimmer-Günther vom Institut für Medien und Pädagogik (Medien RLP) gestalteten dazu eine Inhouse-Veranstaltung für Pflegefamilien am Samstag, den 26.09.2026.

Text:Hanna Eisenacher

Foto:Nina Heinemann

Zum Einstieg gab es eine kleine Aufstellung: Welche Medien haben wir selbst in unserer Jugend eigentlich am meisten genutzt? Eine spannende Kennenlernrunde und gleichzeitig fast schon eine kleine Alterseinordnung. Bei geschätzt zwei Dritteln der Teilnehmer*innen standen in der eigenen Jugend vor allem Kassetten, CDs, Schallplatten, Bücher und Zeitschriften hoch im Kurs. Smartphone, Instagram oder TikTok? Fehlanzeige. 

Schnell wurde deutlich, wie sehr sich die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen verändert hat und damit auch die Herausforderungen für Familien. Wer selbst ohne Smartphone und Social Media aufgewachsen ist, möchte seine Kinder verständlicherweise möglichst gut vor den Gefahren des Internets schützen. Doch was bedeutet Schutz im Jahr 2026? Smartphones gehören längst zum Alltag, Schulen werden digitaler und auch Social Media ist für viele Jugendliche selbstverständlich.

Gleichzeitig bringen digitale Medien neben vielen Möglichkeiten auch Risiken mit sich. Die Frage ist also nicht nur: „Wie schützen wir unsere Kinder?“, sondern auch: Wie ermöglichen wir ihnen Teilhabe und einen sicheren, selbstbestimmten Umgang mit Medien?

Thea Rohn und Nadine Zimmer - Seminar Medien RLP

Im Austausch wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich Familien damit umgehen. Es ging um Regeln und Grenzen, aber auch um Ängste, Unsicherheiten und die Frage, was im jeweiligen Familienalltag gut funktioniert. Am Nachmittag konnten die Teilnehmer*innen in verschiedenen Workshops einzelne Themen noch intensiver bearbeiten. Von der Frage, welche Medienthemen mit Kindern und Jugendlichen besprochen werden sollten, über Altersfreigaben und kindgerechte Regeln und Vereinbarungen bis hin zu hilfreichen Internetseiten zur Überprüfung von Apps und Einrichtung von Kinderschutz-Apps.
Eine wichtige Erkenntnis des Tages: Medienpädagogik bedeutet nicht nur Verbote, Kontrolle und Bildschirmzeiten. Es geht vielmehr darum, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg durch die digitale Welt zu begleiten. Dazu gehört, miteinander im Gespräch zu bleiben. Fragen zu stellen. Gemeinsam auszuprobieren. Auch einmal zuzugeben, wenn man selbst etwas nicht weiß. Ressourcen und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen wahrzunehmen und darauf aufzubauen. Kinder und Jugendliche brauchen Vertrauenspersonen. Menschen, zu denen sie kommen können, wenn etwas passiert. Wenn sie online bedroht oder beleidigt werden. Wenn sie Cybermobbing erleben. Wenn sie mit einem Kontakt im Internet ein ungutes Gefühl haben. Oder wenn sie etwas gesehen oder erlebt haben, über das sie sich vielleicht nicht trauen zu sprechen. Denn genau dann zeigt sich, wie wichtig eine vertrauensvolle Beziehung ist und, dass ein Kind nicht zuerst Angst vor einem Handyverbot haben muss, bevor es erzählt, was passiert ist.

Medienpädagogik ist damit vor allem eines: Beziehungsarbeit, Begleitung und gemeinsames Lernen.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Referentinnen für die fachlichen Impulse und bei allen Teilnehmer*innen für den offenen und wertvollen Austausch. Denn gerade bei einem Thema, das sich ständig weiterentwickelt, ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben. Wir möchten deshalb gerne an diesem Thema dranbleiben und zukünftig weitere Workshops zu speziellen Medienthemen anbieten – denn die digitale Welt bleibt nicht stehen.

Wir suchen fortlaufend Pflegeeltern für Pflegekinder.

Pflegefamilien und Pflegeeltern für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche werden vom St. Elisabeth-Verein  fortlaufend in Hessen und Deutschland gesucht. Alle unsere Pflegefamilien werden von qualifizierten Fachberatungen, die alle über eine Beratungsausbildung verfügen begleitet und in allen Erziehungsfragen beraten.

Als zukünftige Pflegefamilie sind Sie in guten Händen.

Pflegefamilie sein bedeutet für uns: den Schlüssel zu den Herzen der Kinder finden!

Helga und Ernst Prall

seit vielen Jahren Pflegefamilie aus Leidenschaft

Pflegefeltern, Pflegefamilien