Ein tierisch gutes Mütterwochenende 2026
exklusiv für Pflegemütter
Zum wiederholten Mal fand ein tierisch gutes Auszeit–Wochenende für über 30 Pflegemütter in Bad Wildungen statt. Das Motto war diesmal Programm.
Im Mittelpunkt standen diesmal nämlich (Kraft-)Tiere, die die Teilnehmerinnen auf vielfältige Weise begleiteten und der ein oder anderen Impulse für persönliche Stärken, Achtsamkeit und neue Perspektiven gaben.
Zugleich bot das Wochenende Raum für Erholung, Regeneration und bereichernden Austausch. Die Pflegemütter konnten Abstand vom Alltag gewinnen, neue Kraft schöpfen und in wertschätzender Atmosphäre Erfahrungen teilen.
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Pflegemütter zusammen plaudern, lachen und ihren Alltag mal loslassen können. Besonders erfreulich, wenn auch neue Pflegemütter mit dabei sind und in Kontakt kommen mit den anderen, die vielleicht schon länger dabei sind. Ein echter Ort der Begegnungen.
Gemeinsame Erlebnisse und viele schöne Momente machten das Wochenende wieder zu einer entspannenden Auszeit und einem tollen Event.
Das Vorbereitungsteam der Fachberaterinnen hatte – wie in jedem Jahr – ein kleines Programm geplant, diesmal zum Thema: „Krafttiere und ihre Bedeutung“. Dabei wurde unter anderem vermittelt, dass Krafttiere für manche Menschen eine wichtige symbolische Rolle spielen können, während andere sie eher als Metaphern oder innere Bilder betrachten. Auch kulturelle Hintergründe sowie persönliche Assoziationen aus Kindheitserfahrungen mit Tierbildern wurden thematisiert – stets mit der Freiheit, jede Interpretation individuell zu gestalten.
Wer erinnert sich nicht gerne an Lassie, Flipper oder auch den Drachen Fuchur (Michael Ende) als sanfte Helfer und Unterstützer, Ruhe gebend, Heilung spürend, Zuversicht schenkend.
Krafttiere werden als innere Helfer oft auch in Therapien u.a. bei Reddemann (PITT) und Krüger (PITT-KID) genutzt. Sie dienen als bildhafte Orientierungshilfen für Ressourcen wie Mut, Ruhe, Schutz und Zuversicht.
Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Trekking-Tour mit Mulis am Samstagnachmittag. Frei nach dem Motto: „Be cool, ride a mule“ wurde mit den Tieren gewandert und schnell deutlich, wie feinfühlig und zugleich eigenständig, um nicht zu sagen eigenwillig diese Tiere sind. Die Erfahrung zeigte auf humorvolle und eindrückliche Weise:
Ein Muli versteht keine Verneinungen – es reagiert nur auf klare Impulse. Wer zu einem Muli sagt: „Nicht fressen!“, erreicht oft das Gegenteil, denn das Tier hört lediglich „fressen“ und tut dann auch genau das. Diese Erkenntnis war erleuchtend und ließ sich wunderbar auf viele Alltagssituationen übertragen, etwa im Umgang miteinander oder auch mit Kindern, bei denen Botschaften ebenfalls oft klar und positiv formuliert werden sollten.
Die Tour selbst war für alle Teilnehmenden wirklich ein besonderes Erlebnis. Trotz wechselhaften, teils frischen Wetters war die Stimmung in der Gruppe durchweg positiv und von Freude geprägt.
Während ein Teil der Gruppe die Natur auf dem Rücken der Tiere oder auch nebendran beim Spaziergang genoss, erkundeten andere die Stadt, entdeckten kleine Schätze wie Kleidung und Accessoires und führten anregende Gespräche. Einige Frauen nutzten den Spa-Bereich des Hotels zum Entspannen oder machten Sport. Manche genossen es, einfach mal wieder in Ruhe ein Buch zu lesen und gar nichts tun zu müssen.
Ebenfalls entstand eine kreative Krafttierwerkstatt, in der mit viel Freude und Fantasie, sowie mit Pinseln und Farbe gearbeitet werden konnte. Die Ergebnisse waren ebenso individuell wie lebendig und spiegelten die Vielfalt der Gruppe wider. Der Seminarraum war liebevoll dekoriert – mit Elementen aus Tier- und Pflanzenwelt, getragen von künstlerischer Gestaltung und natürlich wie gewohnt mit großer Leidenschaft.
Die Verpflegung durch das Hotel war zu jeder Zeit reichlich und wunderbar. Die Freundlichkeit der Kellnerin am Abend soll nochmals extra erwähnt werden, denn es ist ja häufig von einzelnen Personen abhängig ob etwas (z.B. ein Abend) gelingt oder eher nicht. Wir waren jedenfalls erneut erstaunt und begeistert über so viel Frauenpower, die in jedem Fall zum schönen Abend beigetragen hat.
Wie immer war es ein gelungenes Zusammensein voller Austausch, Erholung, und tierischem Spaß, angereichert mit fachlichen Impulsen und gemeinschaftsfördernden Elementen – ein Wochenende, das jede Teilnehmerin auf ihre Weise genutzt, erfreut, entspannt und ganz sicher bereichert hat.
Man könnte es aber auch so sagen:
Die Frauen, die im Alltag meist mutig für andere – oft für ihre Kinder – kämpfen wie die Löwinnen, waren an diesem Wochenende einmal schlau wie die Füchse und haben sich bewusst eine Auszeit gegönnt.
Es wurde geschnattert wie bei den Gänsen, gelacht und sich offen ausgetauscht. Frei wie die Vögel nahmen sie sich Zeit und Raum, um durchzuatmen und neue Kraft zu schöpfen. Wie die Fische im Wasser konnten sie den Alltag für einen Moment loslassen und sich selbst in den Mittelpunkt stellen.
Gemeinsam mit den Mulis, die manchmal stur wie die Esel, zugleich aber geduldige und liebevolle Begleiter waren, wurden neue Erfahrungen gesammelt, Grenzen überwunden und das Leben genossen – leicht wie ein Schmetterling, zufrieden wie eine Katze in der Sonne und stark wie eine Bärin, bereit, mit neuer Energie in den Alltag zurückzukehren, so ging eine jede nach Hause.
Text: Corina Rink
Fotos: Nina Heinemann
Das Mütterwochenende gehört – genau wie das Väterwochenende – schon traditionell dazu. Jedes Jahr veranstalten wir ein solches Wochenende, um den Pflegemüttern und -vätern eine Auszeit zu geben und die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen. Lesen Sie hier, wie es letztes Jahr auf dem Mütterwochenende war:
https://www.pflegefamilien-hessen.de/muetterwochenende-2025/
