Covid-19 und die Beratung von Pflegefamilien

Covid-19 und die Beratung von Pflegefamilien

von Autorin Corina Rink.

Covid -19 heißt die Bedrohung, die von außen auf uns zu kommt, niemand kann genau sagen, wie und was da passieren wird, aber es klingt sehr bedrohlich und verunsichernd.

Waren wir noch vor ein paar Tagen recht unbeschwert mit Freund*innen im Restaurant, oder haben mit anderen gemeinsam im Fitnessstudio trainiert, im Chor gesungen oder mit den Nachbarn und deren Kindern den Spielplatz besucht, so sollen wir nun ganz plötzlich alle zu Hause bleiben und uns vor unseren Mitmenschen schützen.

Privat bedeutet das, dass wir zunächst mal keine Freund*innen mehr treffen, dass wir gut überlegen, welche Einkäufe wirklich unbedingt notwendig sind und möglicherweise auch, wer sie für uns besorgen kann. Vieles können wir heutzutage online erledigen oder möglicherweise haben wir ohnehin schon vorher auf alternative Angebote zugegriffen und bekommen unser Gemüse sogar vom Bio-Bauernhof vor die Tür geliefert.

Wer Kinder hat weiß, was es bedeutet von nun an rund um die Uhr zu Hause zu sein, die Schulaufgaben gemeinsam mit den Kindern zu Hause zu erledigen, die kleineren ganztags zu betreuen, keine Oma im Hintergrund, die entlasten kann, …weil auch die sich schützen muss. Keine Shoppingtour, kein Kino, kein entspannter Grillabend mit Freund*innen. Nein, alles scheint still zu stehen -oder zumindest langsamer zu drehen.

Ohne Virus wäre es an manchen Stellen beinahe auch ein wenig erholsam, dass endlich die Menschen alle etwas langsamer und achtsamer werden, aber mit einer derartigen Bedrohung im Nacken, ist es wahrlich keine Freude.

Für alle eine enorme Herausforderung, denn niemand hat je zuvor mit sowas zu tun gehabt.

Und die Bedrohung ist unsichtbar und die Situation befremdlich und für uns nicht einordbar. Haben wir doch einen Auftrag zu erledigen, bei dem es nicht so ganz einfach erscheint, Kontakte zu vermeiden. Und beruflich wissen wir deswegen nun zunächst auch nicht, wie wir das alles leisten sollen.Wir sollen beraten und helfen, nicht selten, nein meistens haben wir auch den Auftrag zu überprüfen und zu kontrollieren, dass kein Kind zu Schaden kommt.

Das heißt für alle „Ambulanten Erziehungshilfen“, dass sie regelmäßig auch in die Haushalte der entsprechenden Familien gehen müssen, um sich von der Situation vor Ort ein Bild zu machen und um den Unterstützungsbedarf frühzeitig erkennen zu können.

Covid-19 und die Beratung von Pflegefamilien

Die Beratung von Pflegeeltern und Kindern für die ich zuständig bin, konnte ich in den letzten Wochen recht gut erledigen. Ich habe regelmäßig und in kurzen Abständen, wegen des Lockdown, telefonische Beratungen durchgeführt und immer wieder waren auch Video-Konferenzen möglich. Wenn es unbedingt erforderlich war konnte man mit Mindestabstand und Maske einen Spaziergang im Freien machen oder im Garten sein und wichtige Gespräche führen.

Die für viele Pflegekinder üblichen „Begleiteten Umgänge“ wurden vorübergehend ausgesetzt und die meisten Eltern und Kinder haben das ganz gut akzeptieren können und konnten sich mit den Pflegeeltern auch auf andere Kontaktmöglichkeiten (Zoom, Skype, Telefon) einigen.Es war in meiner Arbeit in den letzten Wochen eher selten krisenhaft, (was nicht heißt, dass es nichts zu tun gab), die überwiegende Zeit ausgesprochen erfreulich, wie die Familien mit der herausfordernden Situation umgegangen sind und mit wieviel Engagement und Kreativität sie diese die Aufgabe angenommen haben.

Covid 19 und die Beratung von Pflegefamilien
Covid-19 und die Beratung von Pflegefamilien

Es sind meine persönlichen Erfahrungen, die ganz sicher nicht allen und allem gerecht werden, es gab bestimmt auch ganz andere Ereignisse.

Ich persönlich war oft richtig gehend gerührt, was mir sowohl die Kinder als auch die Pflegeeltern in der ganzen letzten Zeit berichtet haben. Da wurden Salatbeete angelegt und Hühnerställe gebaut, Masken genäht, Fahrräder repariert, Osterfeuer(-chen) im Garten angezündet und Zelte in der Wohnung aufgebaut. Ich war und bin wirklich sehr beeindruckt, auch von den Entwicklungsschritten, die manches Kind aufgrund der Ruhe und der Nähe zur Familie gemacht hat, weil die Angebote von außen weniger waren und man sich intensiver miteinander beschäftigen konnte.

Die Familien mit denen ich zu tun hatte waren sehr dankbar für den häufigen Austausch mit mir als Fachberatung und die Nähe, trotz der Distanz. Es tat ihnen gut, zu wissen, dass da jemand am anderen Ende der Leitung ist und sich interessiert für die aktuelle Verfassung der Familie. Viele Gespräche waren lange und intensiv, weil es viele Fragen und tiefe Themen zu besprechen gab, hin und wieder reichte auch ein nur kurzes Telefonat aus, aber das Wissen darum, dass der Anruf erfolgen wird, war oft schon eine große Erleichterung. So wurde deutlich das Covid-19 und die Beratung von Pflegefamilien gelingen kann.

Ja und natürlich war nicht nur alles dauernd und ständig ganz toll, es gab selbstverständlich Höhen und Tiefen. Und sicher braucht es für alle einen langen Atem und mehr als reichlich an Geduld. Und auch zeitlich sollte dieser Ausnahme-Zustand wirklich unbedingt begrenzt sein, denn nach und nach geht dem ein oder anderen dann doch allmählich die Puste aus.

Natürlich muss man auch differenzieren, die Arbeit in den Pflegefamilien gestaltet sich in der Regel ganz anders als die Arbeit z.B. der „Sozialpädagogischen Familienhilfe“ oder anderer ambulanten Hilfen.

Die Pflegeeltern beispielsweise wohnen häufig im eigenen Haus oder Wohnung mit Garten und haben insgesamt -nicht nur materiell- ganz anderen Voraussetzungen, als sozial schwache (benachteiligte)  Familien, die mit geringem Einkommen oder gar Hartz IV, mit mehreren Personen, in einer kleinen Wohnung, ohne Balkon und Garten leben. Da gibt es natürlich noch ganz andere Probleme zu bewältigen.

Für alle die diese Arbeit tun, eine wirklich schwierige Angelegenheit während der Pandemie und abgesehen, von der realen Gefahr sich zu infizieren und selbst krank zu werden, ist auch die psychische Belastung der Mitarbeitenden , sprich die Angst und die Sorge um das eigene Wohl und das der ihnen und uns anvertrauten Kinder nicht zu unterschätzen.

Was die Unterstützung der Behörden, in dem Fall der zuständigen Jugendämtern angeht, habe ich sehr unterschiedliche Beobachtungen gemacht.

Angefangen bei einigen Mitarbeitern*innen, die sich „gefühlt“ ab Mitte März scheinbar in Luft aufgelöst haben, was man natürlich als hoch kritisch ansehen muss, weil viele wichtige Dinge weder geregelt, noch abgesprochen werden konnten und sich kein wirklich zuständiger Ansprechpartner finden lassen wollte, bis hin zu absolut engagierten Sozialarbeiter*innen, die sehr regelmäßig, auch aus dem Homeoffice anrufen haben, um sich zu erkundigen, was die Kinder und Eltern so machen und ob es Unterstützungsbedarf gibt, war alles dabei.

Insgesamt eine breite Palette an Erlebnissen und Erfahrungen, die ich gemacht habe – so könnte jeder/jede von uns sicher zahlreich berichten, was er/ sie so erlebt hat und immer noch erlebt. Meine Zeilen sind da sicher maximal ein kleiner, sehr unvollständiger Ausschnitt. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass durch unser aller Einsatz manchem, manches erspart blieb und die Hoffnung, dass die Situation sich mehr und mehr stabilisieren und wieder etwas „normaler“ werden wird.

Für alle Kolleginnen und Kollegen mit denen ich zu tun hatte und habe, darf ich sagen, dass sie meinem Empfinden nach, die schwierigen Anforderungen und Aufträge (wie immer und hier besonders) verantwortungsbewusst, verbindlich und kreativ …mit hohem Sachverstand, mit guten Ideen und mit viel Liebe umgesetzt und gemeistert haben.

Das war und ist immer noch sehr besonders und nicht immer selbstverständlich.

Ich sage auch im Namen der MAV (Mitarbeitervertretung im St. Elisabeth-Verein) allen Danke, auch dem Vorstand, besonders Herrn Kling Böhm, für die motivierenden Worte und die netten E-Mails überhaupt, … ihr Dankeschön an alle Mitarbeitenden, war und ist sehr verdient!

Und am Ende sage ich auch ganz persönlich nochmal Danke an meine Fachbereichs-Leitung, die schnell wie immer und sehr wertschätzend für die notwendigen Schutzmaßnahmen gesorgt hat und alle Berater*innen u.a. mit nötigen Hygiene-/Desinfektionsartikeln versorgt hat

Ich habe mich dabei wahrgenommen, gut versorgt und sicher gefühlt.

Autorin: Corina Rink

Wollen Sie auch Pflegefamilien werden, dann folgen Sie folgendem Link: Kontakt aufnehmen

Und wir haben zu Covid 19 auch mit 2 Pflegemüttern gesprochen. Wie meistern Pflegefamilien die Zeit der Kontaktbeschränkungen und des Homeschooling. Hier ein Podcast dazu. Sehr hörenswert!

Podcast Pflegefamilien Deutschland

Podcast Pflegefamilien Deutschland

Im folgenden Beitrag können Sie etwas darüber erfahren, wie der Fachbereich Pflegefamilien Hessen vom St. Elisabeth-Verein e.V. in Marburg zur der Idee gekommen ist, einen Podcast Pflegefamilien Deutschland zu veröffentlichen.

Bertram Kasper (Geschäftsbereichsleiter Pflegefamilien Hessen) – als der Initiator des Podcastes – würde wohl folgendes dazu erzählen:

Podcast interessieren mich schon seit zehn Jahren. So lange höre ich ein paar ausgewählte, manchmal auch von den Inhalten wechselnde Podcasts. Und vor dem Hintergrund, dass viele Radiosender diese Format by the way anbieten und ich mir so mein eigenes Radioprogramm sozusagen selbst zusammenstellen kann, sind Podcast sehr attraktiv. Einer meiner Lieblingspodcasts ist z.B. „Das philosophische Radio“ auf WDR 5. Und dann gibt es seit ein paar Jahren den Trend, dass es immer mehr Menschen gibt, die Freude daran haben hochwertigen Inhalte zu Verfügung zu stellen. So ist eine richtige Podcasterszene entstanden mit allen Folgewirkungen, die damit verbunden sind: Vielfältige Podcasts, Buchveröffentlichungen zum Podcasten, unzählige Blogs etc.

Eigener Podcast „Zeitmanagement“

Meine ersten eigenen Produktionserfahrungen mit einem Podcast habe ich ebenfalls vor 10 Jahren bei einem Skiurlaub mit meiner Familien in Damüls gemacht. Damals konnte ich aufgrund einer Verletzung kein Skifahren und hatte dann tagsüber viel Zeit mich mit dem Thema zu beschäftigen. Einzige Aufgabe war es um die Mittagszeit meinen Lieben eine warme Mahlzeit auf den Tisch zu zaubern.

Ich hatte zwei Bücher über Podcasten dabei, ein einfaches Aufnahmegerät, meinen Laptop mit audacity (ein opensource Schneideprogramm) und einige Ideen für Themen. Zeitmanagement ist es dann geworden, war ich doch zu dieser Zeit Geschäftsführer der GISA, einer gemeinnützigen Weiterbildungs-GmbH und Tochterunternehmen vom St. Elisabeth-Verein. Von dieser Zeit an wollte ich immer einen eigenen echten Podcast produzieren.

Podcast „Lernen macht Spass“ Thema „Zeitmanagement„

Woher kam dieser innere Antrieb?

Würde mich jemand dazu fragen, was denn mein Antrieb dafür ist, hätte ich eine ganz einfache Erklärung. Schon immer wollte ich irgendwie Spuren hinterlassen. Als Pubertierender fing es mit Gedichte schreiben an, später war es dann das Schreiben überhaupt, als Krönung ein Schreibseminar bei Bodo Kirchhoff (Träger des Deutschen Buchpreises) verbunden mit dem Wunsch selbst einen Roman zu schreiben. Heute schreibe ich an 3 Blogs regelmäßig und zwischendurch je nach Inspiration Gedichte oder immer noch an meinem Roman.

Durch Beziehung wirksam sein

Und als Dipl. Supervisor bin ich auch Entwicklungsbegleiter oder neudeutsch change agent von Menschen, die sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln wollen. Und auch für Pflegefamilien ist es mir eine Herzensangelegenheit Kontextbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen Entwicklungen auszulösen, die wirklich eine Verbesserung, eine Veränderung begünstigen. Und aus meiner Erfahrung stellt dabei die erlebte Beziehung zwischen den Menschen einen entscheidenen Faktor für das Gelingen dar. Dies ist auch wissenschaftlich durch verschiedene Studien im Bereich der Psychotherapie belegt.

Und das lässt sich nachvollziehbar auf das „Pflegefamilien sein“ übertragen. Setze ich mich als Pflegemutter oder Pflegevater in einen echte Beziehung zu dem Pflegekind, werde ich Spuren hinterlassen, manchmal gleich und manchmal erst Jahre später sichtbar. Doch ich bin ein wenig abgekommen. Es ging doch eigentlich um Podcasten und richtig um Spuren hinterlassen, also Spuren hinterlassen durch Beziehung. Und so schwenke ich jetzt ein wenig um auf die berufliche Ebene.

Mix aus Stärkung für Pflegefamilien und Pflegekindern

Der Podcast Pflegefamilien Deutschland gehört zu einer Gesamtstrategie für die Unterstützung von Pflegekindern und Pflegefamilien.

Wir wollen also echte Lobbyarbeit für diese wertvolle Lebensperspektive für jungen Menschen in Familien auf den Weg bringen. Dazu haben wir zusammen mit Pflegeeltern im März 2019 den „Förderverein zur Unterstützung von Pflegekindern Deutschland e.V.“ gegründet, der Spenden für Pflegekinder und deren nicht durch die öffentliche Hand finanzierten Bedarfe akquiriert.

Podcast Pflegefamilien Deutschland
Logo „Förderverein zur Unterstützung von Pflegekindern Deutschland e.V.

Und wir haben eine Akademie für Pflegefamilien und deren Pflegekinder auf den Weg gebracht, die ab Januar 2020 bundesweit Fortbildungen und Qualifizierungen anbietet.

Podcast – das richtige Format

Und wir wollten ein leicht zu realisierendes und gerade gefragtes Format realisieren, um über das Leben in Pflegefamilien zu berichten. Also sozusagen einen „Radiosender“ von Pflegefamilien für Pflegefamilien. Fachliches, berührendes und spannendes soll dort einen Hörraum haben. Also ein echter Podcast Pflegefamilien Deutschland.

Natürlich verbinden wir damit auch den Wunsch Familien neugierig auf diese ganz besondere und sinnstiftende Lebensform machen. Ist es doch gerade für kleine Kinder besonders wichtig einen familiären Lebensort mit echten Beziehungen anzubieten. Wollen Sie einmal in einen unserer aktuelle Podcasts reinhören, in ein Interview mit zwei Pflegemüttern, die über ihr Leben in der jetzigen Coronakrisenzeit erzählen, dann klicken Sie auf diesen Link.

Unseren Podcast Pflegefamilien Deutschland

wird sich auch durch Ihre Anregungen weiterentwickeln. Wir freuen uns über Rückmeldungen, Themenvorschläge und wenn Sie uns helfen unseren Podcast weiter populär zu machen, sind wir Ihnen sehr dankbar.

Die ersten Rückmeldungen stimmen uns positiv und ermutigen uns. In der ersten Woche nach dem Start unseres Podcast Pflegefamilien Deutschland wurde er über 300 Mal angehört. Dieses tolle Ergebnis hätten wir nicht erwartet. Also…

Wollen Sie auch Pflegefamilie werden, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Und jetzt hätten wir fast das Wichtigste vergessen: Unseren Podcast Pflegefamilien Deutschland finden Sie unter folgendem Link: Pflegefamilien Akademie Podcast

Auszeit Wochenende für Pflegemütter

Auszeit Wochenende für Pflegemütter

„Steinreich…unsere Kreativität ist grenzenlos“

So lautete in diesem Jahr das Motto, unter dem der Fachbereich Pflegefamilien seine Pflegemütter zum traditionellen Auszeit-Wochenende am letzten Wochenende im Januar einlud. In diesem Jahr folgten insgesamt 38 Frauen diesem Aufruf und begaben sich nach Bad Wildungen in das Hotel „Göbels Quellenhof“.

In Vorfreude und hoch motiviert, weil das Wochenende schon immer sehr vielseitig und begehrt ist, aber auch das Wissen darum, dass man (also hier „Frau“ :-)) von Freitag bis Sonntag einfach mal im Mittelpunkt steht und sich mit den anderen erholen, ausruhen und austauschen kann, darf und soll, lässt viele Pflegemütter die Einladungsschreiben, die immer zum Jahresende verschickt werden, voller Sehnsucht erwarten.

Ein kleines Steinchen rollte munter von einem hohen Berg herunter. Und als es durch den Schnee so rollte, ward es viel größer als es wollte. Da sprach der Stein mit stolzer Miene:

„Jetzt bin ich eine Schneelawine. ” Er riss im Rollen noch ein Haus und sieben große Bäume aus. Dann rollte er ins Meer hinein, und dort versank der kleine Stein.

(Ringelnatz)

Selbstverständlich gibt es auch ein „Väterwochenende“, welches in der Regel im Frühsommer stattfindet.

Erholen und Ausruhen kommt ja im Alltag mit den Pflegekindern häufig zu kurz.

Das Leben als Pflegefamilie ist wunderbar…

Die Arbeit und das Leben als Pflegefamilie ist wunderbar, sinnstiftend, bereichernd und ausfüllend, aber natürlich auch nicht selten anstrengend und manchmal kräftezehrend. Und Kreativität ist auch im Leben einer Pflegefamilie ein absolutes Muss.

Das alles macht es unbedingt notwendig, sich auch um sich selbst zu kümmern und auf eine gute Balance zwischen Anstrengung und Erholung zu achten.

Wer im Alltag, das gilt für den normalen Arbeitsalltag, besonders aber auch beispielsweise für die hohen Anforderungen in der Pflegefamilie, stabil und gesund bleiben will, sollte für Gleichgewicht sorgen. So kommt das Auszeit Wochenende für Pflegemütter jedes Jahr wie gerufen.

Stress bleibt uns allen nicht erspart, …das ist kaum möglich, er vergeht in der Regel auch wieder.

Stress ist auch per se nicht unbedingt (nur) schlecht, er gibt uns unter Umständen auch die nötige Kraft, besonders schwierige Dinge zu bewältigen oder besonders anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. Sollte der Stress allerdings dauerhaft verbleiben, ist mit gravierenden Folgen zu rechnen.

Dauerstress führt erwiesenermaßen zu erheblichen gesundheitlichen Folgeschäden, zu Unzufriedenheit, zu Erschöpfung bis hin zum totalen Ausbrennen. Wir nennen das dann allgemein Burnout, – dies sollte vermieden werden.

Wer ausgebrannt und unglücklich ist, hat weniger Lebensqualität und auch vermutlich weniger zu geben…fühlt sich kraftlos, müde und erschöpft.

Das Auszeit Wochenende für Pflegemütter sollte und soll immer wieder unbedingt für Lebensfreude, Erholung, Gesundheit und Kraft sorgen. Mit diesem Ziel vor Augen plant der Fachbereich jährlich dieses Angebot.

Mit einem wie immer sehr überlegten und fein auf das Thema abgestimmten Rahmenprogramm, hatte das Vorbereitungsteam in diesem Jahr erneut eingeladen.

Steine ins Rollen bringen

Am Freitagabend wurde der „Stein ins Rollen gebracht“, alles begann mit einer Kennen-lern-runde, bei der die Frauen sich gegenseitig vorstellten und so auch in guten Kontakt mit ganz neuen Teilnehmerinnen (Pflegemüttern) kamen.

Es wurde gemeinsam gelacht und gesungen, und es fiel uns allen ein „Stein vom Herzen“, als der Kanon endlich saß. (…nein, es war nicht das Lied „Marmor, Stein und Eisen bricht“:-)

Das Programm für das Auszeit Wochenende für Pflegemütter wurde vorgestellt, und da grundsätzlich alles auf Freiwilligkeit beruht und es den Frauen selbst überlassen bleibt, an welchen Angeboten sie teilnehmen möchten oder lieber nicht, war es also „nicht in Stein gemeißelt“, wie die Tage verlaufen würden.

Jede durfte und sollte gut für sich selbst sorgen, was offensichtlich auch gelang.

Am Samstagvormittag gab es ein Kreativangebot „Kieselsteinkunst“.

Gemeinsam wurden wunderschöne Bilder aus Steinen und etlichen anderen Materialien hergestellt.

 Bildtext:

…unsere Kreativität kennt keine Grenzen

Hier waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt, und es war erstaunlich und bewegend, was mit einfachen Steinen so alles zum Ausdruck gebracht werden kann. So schlicht und doch so kunstvoll in Szene gesetzt entstanden eindrucksvolle Werke, die am Sonntag in einer kleinen „Vernissage“ bewundert wurden.

hier nur einige wenige Beispiele für unglaubliche Kunstwerke…und es waren viele, und alle waren wunderschön.

Es wurden auch Steine phantasievoll bemalt und Bilder auf Leinwänden gestaltet. Insgesamt eine äußerst meditative Tätigkeit, die sowohl kostengünstig als auch sehr gut mit Kindern umgesetzt werden kann.

Ein Steinhaufen hört auf, ein Steinhaufen zu sein, sobald ein einziger Mensch ihn betrachtet, der das Bild einer Kathedrale in sich trägt. Antoine de Saint-Exupery

Umgang mit Stress ganz pratisch

Auf Wunsch einiger Pflegemütter fanden auch zwei Einheiten zum Thema Stressbewältigung statt. Während kleiner Entspannungsübungen mit Inhalten aus dem Autogenen Training, reisten wir in unserer Phantasie einmal zum Meer und ein anderes Mal in einen chinesischen Zen-Garten, was zusätzlich dabei half, gezielt in die Erholung zu gehen.

Samstagnachmittag ging es dann mit einigen interessierten Müttern zum Lapidarium (Steinmuseum), um zu hören und zu sehen, was es mit den regionalen Steinen so auf sich hat.

Das Lapidarium befindet sich unterhalb des Schlosses Friedrichstein, es handelt sich um ein unterirdisches Gewölbe (sehr kalt). Im Ausstellungsraum des Lapidariums kann man verschiedene Steinarten, z.B. Grauwacken, Tonschiefer, Knollenkalk, Erze usw. aus der Region bestaunen. Besonders interessant sind auch einige im Stein eingeschlossene Fossilien.

Die Führung durchs Steine-Museum wurde mit einer süßen und einer wärmenden Überraschung abgerundet.

Unsere Stadtführerin Frau Hüller hatte mit so viel Liebe und Leidenschaft unseren Besuch gestaltet, selbstgebackenen Apfelkuchen serviert und so viel Freude an ihrem Auftrag und überhaupt ausgestrahlt, dass wir alle beeindruckt und von ihrer Ausstrahlung angesteckt, ganz berührt und erfüllt zurück ins Hotel gingen.

Das war wirklich eine ganz besondere Begegnung und wurde sowohl auf dem Rückweg bei guten Gesprächen als auch bei der Abschlussrunde nochmals explizit wertgeschätzt.

 …einige Frauen im Lapidarium. Sehenswert, beeindruckend… und kalt :- )

Der Samstagabend:

Am Abend gab es wie immer gemütliches Beisammensein in der Bar mit Gesprächen und guter Laune. Es wurde sogar ein Promi entdeckt. Dominic Raacke, allen vermutlich besser bekannt als Tatort-Kommissar Till Ritter, vom LKA Berlin, war vor Ort…wie sich später herausstellen sollte gastierte er am Wochenende im Theater (Wandelhalle) in Bad Wildungen, mit einem Stück namens: „Die Niere“ (hoffentlich OHNE Steine :- ).

Manche Mütter hatten einen so „kreativen Schub“, dass sie bis spät in die Nacht hinein weiter an ihren Kunstwerken arbeiteten und darüber die Zeit vergaßen.

Es folgte wie in jedem Jahr unvorstellbar schnell und leider unabänderbar, der Sonntag, – der ungeliebte Abreisetag -.

Während der Abschlussrunde mit Besuch der Geschäftsbereichsleitung, wurde das Mütterwochenende nochmal zurückerinnert und wertgeschätzt. Einige neue Pflegemütter berichteten von guten, neuen Kontakten, die sie schließen konnten und dem guten Gefühl, Teil einer Gruppe geworden zu sein.

Wie immer gab es viele schöne und auch motivierende Rückmeldungen zum Auszeit Wochenende für Pflegemütter, die sich alle bedankten. Hier ein paar der Stimmen zitiert:

„…so viel gelacht wie hier habe ich schon lange nicht mehr…“

„…wie einfach es ist, in Kontakt mit anderen zu kommen hat mich sehr berührt“

…ich dachte zunächst, ich kann gar nicht loslassen, aber das ging schnell…“

„…ich war sehr angestrengt, jetzt bin ich tiefenentspannt…“

„…in der Gruppe gab es so viel positive Resonanz…“

„…ich bin so dankbar…“

„…hier gab es so viel Vielklang, ja Gleichklang und keinen Missklang, das habe ich sehr genossen…“

„…Danke fürs „Steine schleppen…“

Die Abschlussrunde endete mit Kurzberichten über Neuigkeiten aus dem Verein und aus dem Fachbereich Pflegefamilien, von Bertram Kasper und der Möglichkeit, Fragen an die Leitung zu richten und ins Gespräch zu gehen.

Nach einem letzten kleinen Mittags-Imbiss konnten alle gestärkt und gut gelaunt die Heimreise zu den Lieben antreten, die ja auch bestimmt sehnsüchtig auf die Mütter warteten.

Uns bleibt die Hoffnung und der Wunsch, dass alle, die am Wochenende Erholung, Stärkung und Freude erfahren haben und hoffentlich ein paar ihrer „schweren Steine“ ablegen und in Bad Wildungen lassen konnten, dieses Gefühl auch lange in sich bewahren können und im Alltag immer wieder als Kraftquelle erinnern und abrufen können.

Wenn dies gelungen ist, haben wir unser Ziel erreicht.

Für das Vorbereitungsteam: Bettina Simon-Schönau, Martina von Keitz, Petra Plag-Zimmermann, Steffi Fuchs, Jutta Fromm-Visosky.

Autorin:  Corina Rink

Weihnachtszeit mit Pflegekindern

Weihnachtszeit mit Pflegekindern

Nach Weihnachten ist bekanntlich vor Weihnachten. Deshalb möchten wir heute gerne etwas über eine Idee, die uns Frau Julia Seibert, eine Pflegemutter bei Pflegefamilien Hessen aufgeschrieben und geschickt hat. Sie hilft die Weihnachtszeit mit Pflegekindern vielleicht einmal anders zu gestallten. So haben Sie genug Zeit, diese Anregung für die nächste Weihnachtzeit umzusetzen.

Warme Dusche im Advent

Es ist der 30. November 2019. Ich bin in den letzten Zügen meiner Vorbereitungen für die Adventskalender meiner drei Töchter.

Dieses Jahr stand schon früh fest, dass es kein materieller Kalender sein würde, sondern ein „Warme Dusche“ – Kalender.

Inspiriert wurde ich dabei durch die Klassenlehrerin meiner ältesten Tochter. In regelmäßigen Abständen bekommen die Kinder in der Schule eine „warme Dusche“. Die Klasse setzt sich hierfür in einen Stuhlkreis. Ein Kind darf in die Mitte. Reihum sagt dann jedes Kind einen netten Satz zu dem Kind in der Mitte, macht ihm ein Kompliment. Meine Tochter liebt diese Momente!

Mir hat der Gedanke gut gefallen, dies in Form eines Adventskalenders für unsere Familie umzuwandeln. Mit Stift und Block bewaffnet bin ich von Familienmitglied zu Familienmitglied gegangen und habe notiert, was jedem so an schönen und wohltuenden Worten für die Schwestern, den Papa, die Mama, die Töchter alles eingefallen ist. Jeden Tag im Dezember wird nun ein Kompliment für jeden auf dem Frühstücksteller liegen.

Ich war berührt, wieviel dabei zusammen gekommen ist, toll!

Es hat mich sehr berührt, wieviel dabei zusammen gekommen ist und wie bewusst jeder seine Worte für den Anderen formuliert hat.

Nun sitze ich hier und habe mir alles noch einmal durchgelesen und durch meine eigenen wertschätzenden Gedanken für meine Töchter ergänzt.

Und wie ich das alles hier so vor Augen habe kommt mir folgendes in den Sinn: Erst letzten Monat wurde ich beim Erstgespräch für die Ergotherapie einer meiner Töchter gebeten die Stärken meines Kindes zu benennen.

Ich habe einiges aufgezählt und die Therapeutin war ganz begeistert. Sie meinte zu mir:

„Es kommt häufig vor, dass Eltern hier sitzen und lange nachdenken müssen bis ihnen etwas einfällt und manche sagen direkt, dass ihnen dazu nichts einfallen würde“.

Es macht mich sehr betroffen! Ich frage mich, was diese Kinder wohl für ein Bild von sich selbst haben werden.

Ich denke wieder an die Lehrerin meiner Tochter. Wie wunderbar, dass es solche Menschen gibt. Es gelingt ihr in jedem etwas Kostbares und Gutes zu entdecken und die anderen zu sensibilisieren, ebenfalls genau hin zuschauen. 

Dann reiht sich fast wie von selbst ein warmer Strahl an den anderen!

Und wenn man erst einmal mit der warmen Dusche angefangen hat, dann reiht sich oft ein warmer Strahl an den anderen.

„Was hast Du schöne Augen!“ „Wow, kannst Du toll singen!“ „Du rennst so schnell wie eine Rakete!“ „Deine Bilder sind so kreativ und die Farben die du ausgesucht hast machen mich richtig fröhlich!“ „Danke, für Deine Umarmung. Die hat mir sehr gut getan!“

Es ist ein wahres Vergnügen zu erleben wie sich ein Leuchten auf dem Gesicht des Gegenübers ausbreitet!

Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass ich selbst zu Leuchten beginne wenn plötzlich der Wasserstrahl auf mich selbst gerichtet wird. „Mama, du duftest so gut wie eine Blume!“ 

Für uns war die Adventszeit eine echte Warme Duschen Zeit und hat uns sehr bereichert. Vielleicht bekommt der eine oder andere ja Lust die warme Dusche auch in seiner Familie auf seine Art umzusetzen. A

Herzlichen Dank an Julia Seibert vom Team Pflegefamilien Hessen.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Wir haben im März 2019 einen Förderverein zur Unterstützung für Pflegekinder Deutschland e.V. gegründet. Wenn auch Sie Fördermitglied werden wollen, dann finden Sie weitere Informationen unter Förderverein Pflegekinder Deutschland.

Ich selbst war als Pflegemutter auch Gründungsmitglied, weil wir immer häufiger erleben, das Pflegekinder neben der öffentlichen Unterstützung auch weitere Hilfen, vor allem auch in finanzieller Weise benötigen.

Förderverein für Pflegekinder
Pflegekinder werden zur Kasse gebeten

Pflegekinder werden zur Kasse gebeten

von Jana Bamberger, Master Studierende im Bereich „Soziologie und Sozialforschung“ an der Universität Marburg

Jeden Tag zur Arbeit gehen und trotzdem nichts in der Tasche haben – für zahlreiche Pflege- und Heimkinder ist dies bittere Realität. Während andere Jugendliche jobben gehen, um sich Geld für den Führerschein, Kinobesuche oder ein neues Handy zusammenzusparen, müssen sie 75% ihres Einkommens an das Jugendamt abgeben. Oftmals bleibt dann nur ein umgerechneter Stundenlohn von 2,75 € übrig.

„Ich sehe auf dem Konto die ganze Zeit null, null, null“

Grund für die Abgaben ist, dass Pflegeeltern, welche Pflegekinder in ihre Familie aufnehmen, finanzielle Unterstützung in Form von Pflegegeld durch das Jugendamt erhalten. Je nach Alter des Pflegekindes liegt dieser Betrag zwischen 508,00 € und 676,00 € monatlich. Hinzu kommt ein Erziehungsbeitrag von weiteren 237,00 € pro Monat. Bei Pflegekindern, die Geld verdienen, möchte sich der Staat dieses Geld zurückholen und langt ordentlich zu. So müssen nahezu alle Kinder, die in Deutschland in einer Pflegeeinrichtung oder Pflegefamilie leben, 75% ihres Einkommens abgeben – unabhängig davon, ob sie arbeiten, einen Nebenjob haben, eine Ausbildung machen oder einen Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ absolvieren.

Gesetzliche Grundlage ist gegeben

Im achten Sozialgesetzbuch in Paragraf 94 wird hierzu geregelt, „dass junge Menschen und Leistungsberechtigte bei ‚vollstationären Leistungen‘ insgesamt ‚75% ihres Einkommens als Kostenbeitrag einzusetzen‘ haben.“ (Ustorf 2018) Von dieser Regelung sind in Deutschland derzeit etwa 142.000 Heimkinder und 90.000 Pflegekinder betroffen.

Wenn diese jugendlichen Pflegekinder also in einem Café jobben, Zeitungen austragen oder im Supermarkt Konserven in Regale räumen, um ihr Taschengeld aufzubessern oder für den Führerschein zu sparen, gehen drei Viertel ihres Einkommens direkt an das Jugendamt. Auch bei einer Ausbildung müssen sie 75% ihres Gehaltes abgeben, wenn sie noch bei ihren Pflegeeltern wohnen. Pflegekinder werden zur Kasse gebeten.

„Ja, was haben wir denn getan, dass wir 75 Prozent abgeben müssen? Ich verstehe es nicht. Ich sehe einfach auf dem Konto die ganze Zeit null, null, null. Klar, bisschen kommt ja, ich will nicht sagen, dass da nichts kommt, aber dann geht die Motivation weg.“

(Serkan in Grüter 2019)

„Was kann ich denn dafür, dass ich ein Pflegekind bin?“

Die 75%-Klausel wird von den Kindern und Jugendlichen als ungerecht empfunden und kann darüber hinaus das Gefühl „nicht-richtig-zur-Familie- dazuzugehören“ enorm verstärken. Zudem bremst die Regelung Jugendliche in ihrem Weg in die Selbstständigkeit aus und erschwert die Vermittlung, dass sich harte Arbeit lohnt. Pflegekinder werden zur Kasse gebeten, wer soll ihnen diese Praxis erklären?

Die folgenden Zitate drücken das ganze Unverständnis der Betroffenen aus

„Alle meine Freunde jobben, um sich was dazuzuverdienen. Keiner von ihnen muss seinen Eltern etwas abgeben. Aber ich soll jetzt beim Amt für meine eigenen Kosten aufkommen. Was kann ich denn dafür, dass ich ein Pflegekind bin?“

(Felix Warnke in Ustorf 2018)

„Es ist doch ein Zeichen von Reife und Verantwortungsbewusstsein, wenn sich ein Kind einen Job sucht, um eigene Bedürfnisse selbst erfüllen zu können. Stattdessen muss Felix nun dafür haften, dass seine leiblichen Eltern nicht in der Lage sind, sich um ihn zu kümmern. Damit ist er doppelt benachteiligt, auch gegenüber seinen Geschwisterkindern.“

(Andrea Wagner (Felix Pflegemutter) in Ustorf 2018)

Viele Pflegekinder können auf diese Weise kaum Motivation aufbringen eine Arbeit zu suchen oder brechen ihren Job wieder ab, wenn sie erfahren: Pflegekinder werden zur Kasse gebeten und das gleich mit 75%.

„Man gibt den jungen Menschen das Gefühl, dass es sich nicht lohnt zu arbeiten. So erzieht man weitere Sozialhilfeempfänger.“

(Kirsten Willruth in Seitler 2018)

Einige Kinder gehen sogar in ihre Herkunftsfamilien zurück, nur um ihr Gehalt vollständig behalten zu können.

„Neulich ist ein junger Mann zurück zu seiner alkoholkranken Mutter gezogen, damit er sein Ausbildungsgehalt vollständig behalten darf.“

(Carmen Regglin in Ustorf 2018)

Eine große Problematik der 75%-Klausel ist zudem, dass Careleaver für ihre ersten eigenen vier Wände nur selten finanzielle Rücklagen bilden können, wodurch ihnen der Übergang in das Erwachsenenalter stark erschwert wird. Damit wird auch das Engagement der Pflegefamilien indirekt in Frage gestellt. Pflegekinder werden zu Kasse gebeten, es macht einfach keinen wirklichen Sinn.

Antrag auf Befreiung der Kostenheranziehung

Eine Möglichkeit, um sich von der Kostenheranziehung teilweise oder sogar ganz befreien zu lassen, besteht darin einen Antrag beim Jugendamt einzureichen, in welchem ein ausführlich begründeter Widerspruch eingelegt wird. Ein derartiger Antrag kann erfolgreich sein, wenn die Tätigkeit dem Ziel der persönlichen Weiterentwicklung und somit dem „Zweck der Jugendhilfe“ (Ustorf 2018) dient.

Hierunter fällt beispielsweise das Sparen für einen Führerschein. Darüber hinaus kann eine Befreiung erfolgen, wenn bei der ausgeübten Tätigkeit  das soziale oder kulturelle Engagement im Vordergrund steht, wie beispielsweise bei einem FSJ oder dem Bundesfreiwilligendienst.

Beratung suchen

Grundsätzlich ist es jedoch die Entscheidung der zuständigen Jugendamtsfachkraft, ob und inwieweit auf die Anrechnung des Einkommens verzichtet wird. Es empfiehlt sich daher die Pflegefamilienberatung zur Hilfe heranzuziehen, da sich diese mit Einzelheiten der gesetzlichen Bestimmung auskennt und bei der inhaltlichen Begründung des Antrags helfen kann. Ebenfalls gibt es in einigen Bundesländern Ombudsstellen.

Obwohl ein derartiger Antrag das gute Recht jedes Pflegekindes ist, müssen viele Pflegekinder dazu ermutigt werden, einen Antrag zu stellen, da ihr Selbstwertgefühl oftmals angeschlagen und die Angst vor einer Zurückweisung groß ist. Zudem ist die Möglichkeit eine Befreiung/Reduzierung der Kostenheranziehung zu beantragen, vielen Jugendlichen und auch einigen pädagogischen Fachkräften oftmals gar nicht bekannt.

Visionen

Seit Jahren wird im deutschen Bundestag über eine Verbesserung der Gesetzeslage debattiert. Während sich einige Parteien für eine komplette Abschaffung der Kostenbeteiligung einsetzen, halten andere an der Kostenheranziehung fest.

Im Jahr 2017 erließ der Bundestag im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz eine Regelung, laut welcher Pflegekinder nur noch maximal die Hälfte ihres Einkommens abgeben müssen. Diese Regelung erfuhr vom Bundesrat bisher jedoch keine Zustimmung und wird vermutlich auch in naher Zukunft nicht durchgesetzt werden.

Für die Zukunft besteht demnach noch ein großer Handlungsbedarf im Bereich der Rechtslage. Es müssen Maßnahmen erschaffen werden, die der enormen Einkommensabgabe von Pflegekindern entgegenwirken, da diese ein Zugehörigkeitsgefühl  nahezu unmöglich macht. Durch Abgaben von 75% des Verdienstes wird die Motivation von Pflegekindern in höchstem Maße gehemmt und eine positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen eher beeinträchtigt statt gefördert.

Quellen

Grüter, Susanne (2019): Heim- und Pflegekinder. Ein Euro für mich, drei fürs Jugendamt. URL: https://www.deutschlandfunk.de/heim-und-pflegekinder-ein-euro-fuer-mich-drei-fuers.724.de.html?dram:article_id=455499, Abruf am 19.09.2019.

Land Hessen (2019): Pflegekinder und Pflegeeltern. URL: http://www.familienatlas.de/eltern-erziehung/pflegschaft-adoption/pflegekinder-und-pflegeeltern, Abruf am 19.09.2019.

Schnieder, Milan (2018): Pflegekinder müssen zahlen. Eigenes Einkommen wird angerechnet. URL: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/pflegekinder-muessen-zahlen-100.html, Abruf am 11.09.2019.

Seitler, Pia (2018): Der Staat langt zu. Einkommen von Pflegekindern. URL: https://www.spiegel.de/panorama/pflegekinder-muessen-75-prozent-ihres-einkommens-dem-jugendamt-zurueckgeben-a-1232584.html, Abruf am 11.09.2019.

Ustorf, Anne-Ev (2018): 2,75€ Stundenlohn – und der Rest fürs Jugendamt. URL: https://www.sueddeutsche.de/karriere/pflegekinder-gehalt-steuern-1.4241789, Abruf am 11.09.2019.

Werner, Christine (2014): Pflege- und Heimkinder müssen zahlen. URL: https://www.swr.de/swraktuell/jugendamt-pflege-und-heimkinder-muessen-zahlen/-/id=396/did=13661362/nid=396/1xbqfbw/index.html, Abruf am 19.09.2019.

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Pflegekinder in Regenbogenfamilien

Pflegekinder in Regenbogenfamilien

von Jana Bamberger, Master Studierende im Bereich „Soziologie und Sozialforschung“ an der Universität Marburg

Pflegekinder in Regenbogenfamilien ist nach wie vor noch ein kontroverses Thema. Der folgende Beitrag von Jana Bamberger will dazu beitragen Vorurteile zu relativieren und beschreibt vor dem Hintergrund der aktuellen Forschung die Chancen für Regenbogenfamilien und Pflegekinder in anschaulicher und differenzierter Weise. Herzlichen Dank dafür.

„Lesben und Schwule müssen bei der Vermittlung von Pflegekindern gleich behandelt werden, denn sie können genau so gute Eltern sein wie heterosexuelle Menschen. Leider zeigt die Erfahrung vieler Homosexueller, dass ‚klassische‘ Familienverhältnisse oft für stabiler gehalten werden als die lesbischer oder schwuler Paare. Das ist haltlos und diskriminierend.“ (Mielchen 2016)

„‚Ehe für alle‘ heißt nicht ‚Elternschaft für alle‘“

Trotz zahlreicher Reformen und Maßnahmen zur Gleichberechtigung von homosexuellen Personen haben gleichgeschlechtliche Paare noch immer mit zahlreichen Hindernissen im Bereich der Familienplanung und dem Familienalltag zu kämpfen. Denn obwohl die allgemeine Toleranz gegenüber schwulen Männern und lesbischen Frauen in den letzten Jahrzehnten spürbar gestiegen ist, wird der gleichgeschlechtlichen Elternschaft weiterhin eher kritisch und ablehnend gegenübergestanden.

Das Konzept der gleichgeschlechtlichen Elternschaft scheint für viele heterosexuelle Personen nur schwer mit bestehenden traditionellen Vorstellungen von Familie vereinbar zu sein. Darüber hinaus sehen sich homosexuelle Paare oftmals mit zahlreichen Vorurteilen und Klischees gegenüber ihrer Familienform konfrontiert, welche ihnen u.a. eine angemessene Erziehungsfähigkeit absprechen. So war bei einer Umfrage im Jahr 2017 beispielsweise jede/r fünfte Befragte der Überzeugung, dass homosexuelle Paare Kinder schlechter erziehen als heterosexuelle Paare.

Doch nicht nur seitens der Gesellschaft lassen sich Stigmatisierungen und Diskriminierungen homosexueller Personen feststellen, auch im Rahmen der deutschen Rechtsgrundlage bestehen trotz zahlreicher Reformen noch immer Ungleichbehandlungen homosexueller gegenüber heterosexuellen Paaren.

Was ist überhaupt eine Regenbogenfamilie?

In der heutigen Gesellschaft wird das traditionelle Familienbild „Mutter, Vater, Kind“ von immer mehr unkonventionellen Modellen abgelöst. Neben mittlerweile weit verbreiteten Modellen wie Stieffamilien, Patchworkfamilien, und Alleinerziehenden existieren sogenannte „Regenbogenfamilien“, welche ebenfalls eine eigene Familienform darstellen.

Hierbei gibt es jedoch verschiedene Möglichkeiten in einer derartigen Familienform zusammenzuleben, wodurch auch unterschiedliche Definitionen des Begriffes existieren. Grundsätzlich wird unter einer Regenbogenfamilie eine Familie verstanden, welche sich aus zwei gleichgeschlechtlichen Elternteilen zusammensetzt, die mit mindestens einem Kind zusammenleben und dieses gemeinsam großziehen.

Regenbogenfamilien können hierbei die Form einer Adoptiv- oder Pflegefamilie annehmen oder eine Familie sein, bei welcher Kinder aus einer vorangegangen heterosexuellen Partnerschaft oder einer Leihmutterschaft stammen oder mittels einer künstlichen Befruchtung in eine aktuelle lesbische Beziehung hineingeboren wurden.

In Debatten um gleichgeschlechtliche Elternschaft wird sich hierbei, sowohl politisch als auch medial, sehr oft ausschließlich auf Adoptionen fokussiert, während Pflegekinderverhältnisse außer Acht gelassen werden. An dieser Lücke gilt es dringend anzuknüpfen.

Pflegekinder in Regenbogenfamilien

Adoptivkind oder Pflegekind?

Sowohl bei lesbischen, als auch bei schwulen Paaren, die über Kinder verfügen, stammen die meisten dieser Kinder aus vorhergehenden heterosexuellen Beziehungen oder wurden direkt in die gleichgeschlechtliche Familie hineingeboren. Nur etwa 6% der Kinder aus Regenbogenfamilien wurden als Pflegekind übernommen und lediglich knapp 2% kamen durch eine Adoption – zumeist eine Auslandsadoption – in ihre Familie. Daran wird deutlich, dass die Übernahme von Pflege- und Adoptivkindern für homosexuelle Paare noch immer mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist.

Der wesentliche Unterschied zwischen Pflegekindern und Adoptivkindern besteht darin, dass ein Adoptivkind formal und gesetzlich alleiniges Kind der neuen Eltern wird, während ein Pflegekind formal und gesetzlich das alleinige Kind der leiblichen Eltern bleibt. Zudem haben Pflegekinder in ihren Herkunftsfamilien oftmals belastende und teilweise sogar traumatisierende Erfahrungen gemacht, bei deren Bewältigung die Pflegeeltern Unterstützung bieten müssen.

Die Herkunft des Kindes hat meist einen festen Platz in dessen Leben, wodurch der Kontakt zu leiblichen Eltern oder anderen Mitgliedern der Herkunftsfamilie aufrechterhalten wird und das Kind lernt mit zwei Familien aufzuwachsen – seiner Ursprungs- und seiner Pflegefamilie. Das Pflegeverhältnis kann hierbei zeitlich begrenzt sein, wenn eine Rückkehr des Kindes in seine Ursprungsfamilie sinnvoll erscheint. Insgesamt stellen Dauerpflegen, d.h. Pflegschaften bis zur Verselbstständigung mit 18 Jahren und meist darüber hinaus, jedoch eine weit verbreitet Praxis dar, wodurch viele Pflegekinder letztendlich bei ihren Pflegeeltern groß werden können.

Diese nehmen das Kind gemeinsam auf, wodurch keine biologischen und rechtlichen Ungleichgewichtungen auftreten und die Pflegschaft zum emotionalen Projekt beider wird. Des Weiteren werden Pflegeeltern durch den Pflegekinderdienst betreut und unterstützt und erhalten darüber hinaus auch finanzielle Unterstützungsleistungen in Form von Pflegegeld.

Vorurteile und Diskriminierungen

Gegner von Regenbogenfamilien argumentieren jedoch oft, dass homosexuelle Paare keine Kinder großziehen sollten, da diesen das gegengeschlechtliche Elternteil fehle. Dies wirke sich negativ auf verschiedene Entwicklungsprozesse, wie die allgemeine Identitätsbildung oder die zu entwickelnde Geschlechtsidentität aus. So wird u.a. behauptet, dass Kindern, welche bei zwei Vätern aufwachsen, die Fürsorge, Sicherheit und Pflege fehle, welche nur eine Mutter bereitstellen könne. Zudem wird angenommen, dass Töchter, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, aufgrund ‚falscher‘ oder fehlender Rollenmodelle zu männlich und Söhne zu weiblich werden. Es wird argumentiert, dass Jungen einen Vater bräuchten, um eine angemessene männliche Identität zu entwickeln und ein Vater auch für Mädchen unabdingbar sei, damit diese eine „heterosexuelle Feminität entwickeln und heteronormative Erwartungen an zukünftige Paarbeziehungen zu Männern bilden könnten.“ (Scholz 2017: 22)

Ein weiteres Vorurteil gegenüber Regenbogenfamilien besteht darin, dass die Kinder von schwulen und lesbischen Paaren selbst homosexuell werden würden. Zudem wird angenommen, dass Kinder aus Regenbogenfamilien verstärkt diskriminiert werden, da die Gesellschaft noch nicht reif für derartige Familienformen sei. Aus diesem Grund würden sich Kinder von homosexuellen Eltern häufig von Gleichaltrigen zurückziehen und sich sozial isolieren. Verstärkte Diskriminierungserfahrungen und Hänseleien zögen wiederum eine Beeinträchtigung in der Entwicklung der Kinder mit sich.

Sind homosexuelle Paare Eltern zweiter Klasse?

Stimmen diese Vorurteile tatsächlich und lassen sich homosexuelle Paare als Eltern zweiter Klasse abstempeln und sind Pflegekinder in Regenbogenfamilien ausgeschlossen?

Nein. Zahlreiche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Lesben und Schwule Kinder ebenso „gut“ erziehen können wie heterosexuelle Mütter und Väter. Ein Großteil der Untersuchungen ergab, dass schwule Väter und lesbische Mütter über eine angemessene Erziehungsfähigkeit verfügen und ihre Kinder eine gelungene emotionale, soziale und sexuelle Entwicklung vollziehen. Zwar unterscheiden sich homosexuelle Eltern in einigen Aspekten des Erziehungsverhaltens durchaus von heterosexuellen, die Unterschiede scheinen dem Wohlbefinden der Kinder jedoch in keiner Weise zu schaden. Es konnte ermittelt werden, dass die Prozesse innerhalb einer Familie, wie beispielsweise die Qualität der Beziehungen, einen deutlich größeren Einfluss auf die kindliche Entwicklung haben als die Struktur der Familie.

Ein wesentlicher Unterschied im Familienalltag zeigt sich lediglich darin, dass anfallende Erziehungs- und Versorgungsaufgaben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften oftmals egalitärer und flexibler geteilt werden als in heterosexuellen Beziehungen. Durch eine egalitäre Verteilung von Aufgaben steigt zumeist auch die Partnerschaftszufriedenheit, was sich wiederum positiv auf die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Kinder auswirkt.

Zudem konnte festgestellt werden, dass sowohl lesbische, als auch schwule Paare grundsätzlich einen großen Wert darauf legen, dass ihre Kinder regelmäßigen Kontakt zu Personen des anderen Geschlechts haben. Dies erscheint insofern wichtig, da Kinder zum Aufbau eines adäquaten geschlechtstypischen Rollenverhaltes Modelle beider Geschlechter in ihrem Lebensumfeld benötigen – dies müssen aber nicht zwingend Mutter und Vater sein.

Bezüglich der sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder existieren unterschiedliche Ergebnisse. Manche Studien konnten keinerlei Unterschiede zwischen Kindern homosexueller Paare und Kindern heterosexueller Paare feststellen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Kinder aus homosexuellen Familienkonstellationen genauso gut sozial integriert sind wie Kinder heterosexueller Eltern und einen ebenso hohen Selbstwert aufweisen. Hierbei konnte festgestellt werden, dass Kinder umso weniger diskriminiert werden, je offener sie, ihre Eltern, Freund/innen und andere Familienmitglieder mit der Lebensform ihrer Familie umgehen.

Obwohl zahlreiche Studien zu dem Ergebnis kommen, dass sich Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern ebenso „gut“ entwickeln wie Kinder aus Familien mit gegengeschlechtlichen Eltern, existieren noch immer einige Bedenken und Einwände bezüglich homosexueller Elternschaft, welche es dringend zu überwinden gilt. Wir wollen als Fachbereich Pflegefamilien weiterhin mit dazubeitragen, dass Pflegekinder in Regenbogenfamilien auch einen Lebensort finden können.

Warum Pflegekinder in Regenbogenfamilien besonders gut aufgehoben sind?

Insgesamt gibt es einige Argumente, die für die Aufnahme von Pflegekindern in Regenbogenfamilien sprechen. So weisen gleichgeschlechtliche Elternpaare grundsätzlich eine besonders hohe Motivation und große Entschiedenheit für ein Leben mit Kindern auf. Denn viel wichtiger als die Frage der Leiblichkeit, ist ihnen Elternschaft und Familie gemeinsam leben zu können. Sie entscheiden sich ganz bewusst für Pflegekinder, wodurch diese keine Kinder „zweiter Wahl“ sind.

Darüber hinaus verfügen homosexuelle Personen über eine große Erfahrung in der Bewältigung ungewöhnlicher Lebenssituationen und sind dadurch in besonderem Maße dazu fähig, sich in ein Kind einzufühlen, das anders leben muss als andere Kinder. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen können sie mit Abweichungen besonders sensibel umgehen.

Pflegefamilien in Regenbogenfamilien

In der Abweichung von „normalen“ Familienmodellen können Pflegekinder in Regenbogenfamilien zudem ein Vorbild sehen, ihr eigenes Leben selbstbestimmt und zufrieden zu gestalten – trotz ungewöhnlicher Familienbiographie.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass besondere Familien besondere Chancen und Ressourcen bieten. Indem unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Familienmodellen angeworben werden, können die Chancen auf mögliche Passungen für Pflegekinder erhöht werden, wodurch die Pflegekinderhilfe von der Hinzunahme unkonventioneller Familienmodelle profitieren kann. Wir denken es ist deutlich geworden, dass Pflegekinder in Regenbogenfamilien einen wertvollen Ort für ihre Entwicklung finden können.

Möchten Sie als Regenbogenfamilie mit Pflegekindern leben?

Dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf Sie? Hier der Link!

Quellen

Berger, Walter/ Reisbeck, Günter/ Schwer, Petra (2000): Lesben – Schwule – Kinder. Eine Analyse zum Forschungsstand. Düsseldorf: Allbro.

Carapacchio, Ina (2008): Kinder in Regenbogenfamilien. Eine Studie zur Diskriminierung von Kindern Homosexueller und zum Vergleich von Regenbogenfamilien mit heterosexuellen Familien. Diss. München 2009. München: o.V.

Copur, Eylem (2008): Gleichgeschlechtliche Partnerschaft und Kindeswohl. Bern: Stämpfli.

Fthenakis, Wassilios E. (2000): Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und kindliche Entwicklung. In: Jürgen Basedow/ Klaus J. Hopt/ Hein Kötz/ Peter Dopffel (Hg.): Die Rechtsstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Tübingen: Mohr Siebeck, S. 351-390.

Jansen, Elke/ Steffens, Melanie Caroline (2006): Lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder im Spiegel psychosozialer Forschung. In: Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis 38, H. 3, S. 642-653.

LSVD (Hg.) (2014): Regenbogenfamilien – alltäglich und doch anders. Beratungsführer für lesbische Mütter, schwule Väter und familienbezogene Fachkräfte. 2. Auflage. Köln.

Scholz, Katrin (2017): Vorurteil und soziale Identität. Einstellungen zu homosexueller Partner-  und Elternschaft. Diss. Köln 2018. Köln: o.V.

Internetquellen

Greib, Angela (2019): Die Vermittlung von Pflegekindern an gleichgeschlechtliche Paare. URL: https://www.lsvd.de/en/lebensformen/lsvd-familienseiten/vortraege-und-veranstaltungen/5-lsvd-familienseminar-2007/9-ein-leben-mit-kindern-der-weg-zum-pflegekind-c1.html, Abruf am 16.09.2019.

Inhoffen, Lisa (2017): Homo-Ehe. Mehrheit der Deutschen für gleichgeschlechtliche Heirat. URL: https://yougov.de/news/2017/06/23/homo-ehe-mehrheit-der-deutschen-fur-gleichgeschlec/, Abruf am 16.09.2019.

MDR (2018): „Ehe für alle“ heißt nicht „Elternschaft für alle“. URL: https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/bgh-urteil-adoption-verheiratete-homosexuelle-100.html, Abruf am 16.09.2019.

Mielchen, Stefan (2016): Aufruf zum CSD. Hamburg sucht gezielt schwule und lesbische Pflegeeltern. URL: https://www.queer.de/detail.php?article_id=26749, Abruf am 16.09.2019.

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