Lobbyarbeit für Pflegefamilien

Lobbyarbeit für Pflegefamilien

Die Vertrauensgruppe der Pflegefamilien des St. Elisabeth-Vereins* macht Lobbyarbeit für Pflegefamilien und trifft sich mit Landes- und Kommunalpolitikern

Der Einladung der Vertrauensgruppe des St. Elisabeth-Vereins sind am 11.06.2018 Angelika Löber (SPD), Marjana Schott und Jan Schalauske (beide Die Linke) gefolgt. Ziel des fachpolitischen Austauschs war es, die Politiker für die Themen Care Leaver, Pflegekinder mit Behinderung und zum Heranziehungsbeitrag für Jugendliche in Ausbildung zu sensibilisieren.

Die Beteiligten…

Für die Vertrauensgruppe waren Hans Schwarz, Detlef Wirth, Heinz Jürgen Schleich (Sprecher der Vertrauensgruppe), Ernst Prall und Uwe Wüst anwesend. Es fehlten: Wilma Jung, Petra Müller – Namockel und Melanie Kleine – Luttropp.

Alle Beteiligten haben sich besonders darüber gefreut, dass sich Nadine Mocco als betroffenes ehemaliges Pflegekind und Care Leaverin mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen eingebracht hat.

Lobbyarbeit für PflegefamilienNach der Begrüßung von Heinz Jürgen Schleich und der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass bei den fünf Pflegevätern insgesamt 99 Jahre Erfahrung als Pflegefamilie versammelt sind und in ihren Familien insgesamt 27 Pflegekinder gelebt haben oder aktuell noch leben. Allen Mitgliedern der Vertrauensgruppe ist die Lobbyarbeit für Pflegefamilien eine echte Herzensangelegenheit.

Danach berichtete Nadine Mocco von ihrer ganz persönlichen Geschichte. Nach dem Fachabitur stand die Frage an, ob sie einen Antrag auf Verlängerung der Erziehungshilfemaßnahme nach ihrem 18. Lebensjahr stellen soll. Sie entschied sich, dies zu tun, damit sie mit Beginn einer Lehre oder eines Freiwilligen Sozialen Jahres nicht ohne Unterstützung, auch durch ihre Pflegeeltern, dastehen würde.

Ein ehemaliges Pflegekind erzählt…

Sie sagt dazu: „Das war schon echt komisch, für sich selbst diesen Antrag zu stellen. Und was ganz blöd war, dass ich mich schlechter darstellen musste, als es tatsächlich war, damit ich auch wirklich Hilfe bekomme.“

Die Hilfe wurde ihr für ein Jahr gewährt. Sie entschloss sich, dann doch erst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Marburg zu machen. Sie konnte bei der Diakonie Hessen in eine Wohngemeinschaft ziehen. Sie selbst hätte ca. 430,00 € für ihren Lebensunterhalt vom FSJ – Träger bekommen. Das Jugendamt machte dann deutlich, dass sie davon 75 % als Heranziehungsbeitrag einbehalten würde. Dies hätte eine Summe von 322,50 € bedeutet. Damit fühlte sie sich erpresst, wären ihr doch nur noch 107,50 € geblieben. Davon hätte sie nicht ihren Lebensunterhalt in der WG bestreiten können.

Was sagt der Petitionsausschuß des Bundestages dazu?

Dabei stellt der Heranziehungsbeitrag eine sogenannte „Kann Bestimmung“ im SGB VIII dar und den Jugendämtern bleibt ein Ermessensspielraum. In einem Schreiben (16.12.2013) vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wurde der Vertrauensgruppe wie folgt geantwortet:

„Nunmehr können Jugendämter seit dem 3. Dezember 2013 im Rahmen ihres Ermessens darüber entscheiden, ob sie bei jungen Menschen in stationären Einrichtungen oder in Pflegefamilien von der Kostenheranziehung aus dem Einkommen absehen oder einen geringeren Kostenbeitrag erheben. Voraussetzung ist, dass die jungen Menschen das Einkommen im Rahmen einer Tätigkeit erworben haben, die im besonderen Maße dem Zweck der Jugendhilfeleistung dient (zum Beispiel der Übernahme von Eigenverantwortung, dem Erwerb sozialer Kompetenzen oder der Verselbständigung). In Bezug genommen sind hier Fälle, in denen die Heranziehung des jungen Menschen zu den Kosten dem Ziel der Hilfe widersprechen und der Zweckbestimmung der pädagogischen Arbeit mit dem jungen Menschen entgegenlaufen würde.”

Bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr werden doch gerade die verfolgten Ziele der Jugendhilfemaßnahme noch gefestigt und der junge Mensch erbringt dazu noch einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag. Das ist dann für einen jungen Menschen nach Einschätzung von Nadine Mocco wirklich schwer nachzuvollbar.

Die Geschichte geht weiter…

Nadine Mocco erzählt weiter, dass mit ihrem zuständigen Jugendamt zu dieser Frage nicht zu verhandeln war und sie sich dann schweren Herzens entschloss, die Hilfe zu beenden.

Lobbyarbeit für PflegefamilienHeute sagt sie mit noch klarerer Überzeugung: “Wäre ich in der Hilfe geblieben, hätte ich finanziell das FSJ nicht machen können, und das ist jetzt, wo ich in Ausbildung bin, noch schlechter nachzuvollziehen, habe ich doch durch das FSJ auch zu arbeiten gelernt. Es war also wirklich eine gute Vorbereitung für die Sicherung meiner weiteren Zukunft.”

Damit war jedoch ihre Reise der Ungewissheiten nicht vorbei. Mit Beginn der Ausbildung musste sie sich eine eigene Wohnung suchen. Klar war, dass das Ausbildungsgeld nicht reichen würde, also beantragte sie Berufsausbildungsbeihilfe (BAB).

“Das war für mich ganz schlimm, dass ich eine Einkommensbescheinigung meiner getrennten Eltern vorlegen sollte, zu denen ich Jahre keinen Kontakt mehr hatte und auch keinen haben wollte. Das Ganze zog sich über ein halbes Jahr hin, in dem ich dann natürlich auch kein Geld bekam. Wären meine Pflegeeltern nicht so kulant gewesen und hätten mir Geld vorgestreckt, hätte ich die Lehre nicht beginnen können. Das verstehe ich alles nicht. Dann ist doch der ganze Einsatz von mir und meinen Pflegeeltern für die Katz, wenn einem solche Hürden in den Weg gelegt werden. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Politiker da leichtere Wege für uns Care Leaver schaffen.”

Politiker beeindruckt…

Alle drei Politiker gaben sich fassungslos zu diesem Umgang. Sie fragten interessiert nach, um die Gesamtzusammenhänge noch besser zu verstehen. So sprach Jan Schalauske z.B. davon, dass es möglich wäre, im Einzelfall ihn als Mandatsträger direkt anzusprechen, um für Unterstützung bzw. Aufklärung zu werben. Marjana Schott drückte aus, dass hier einfach auf die enge Bindung zu den Pflegeeltern gesetzt wird. Doch was ist mit den Jugendlichen, denen diese Verbindung nicht zur Verfügung steht? Und Angelika Löber gab den Anwesenden den Tipp, sie bei der nächsten Petition direkt einzubeziehen, damit sie auch gut und richtig bearbeitet wird.

Und Nadine Mocco stellt für sich fest:

“Ohne meine Pflegeeltern hätte ich diesen Übergang nicht geschafft.”

Bezogen auf die Pflegekinder mit Behinderung führt Marjana Schott aus, dass gerade der Gesetzentwurf der hessischen Landesregierung zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes zur Lesung im Landtag eingebracht ist. Sie will versuchen, Heinz Jürgen Schleich als Sprecher der Vertrauensgruppe noch einen Platz für die Anhörung zu reservieren.

Für  alle war es ein sehr wichtiger und inhaltlich fundierter Termin. Die Mitglieder der Vertrauensgruppe dankten Nadine Mocco und allen Politikern für ihr Interesse und für ihren Einsatz.

Nach den Sommerferien stehen noch weitere Gespräche mit Politikern aus dem Landkreis Marburg Biedenkopf und der Stadt Marburg aus.

Möchten Sie selbst Pflegefamilien werden oder sich an der Lobbyarbeit für Pflegefamilien unterstützend beteiligen freuen wir uns über Ihre

Kontaktaufnahme!!!

*Anmerkung: Die Vertrauensgruppe der Pflegefamilien des St. Elisabeth-Vereins wird alle 3 Jahre von den über 100 Pflegefamilien als ihre Interessensvertretung gewählt. Sie nimmt sich jedes Jahr Arbeitsschwerpunkte vor. Das Jahr 2018 steht unter dem Motto: „Lobbyarbeit für Pflegefamilien“. Es stehen insgesamt mehrere Treffen mit Politikern auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene an.

Urlaub mit Pflegekindern

Urlaub mit Pflegekindern

Urlaub mit Pflegekindern – wie es stressfrei gelingt

Mit dem Start der Sommerferien steigen auch die Erwartungen an die geplante Reise. Wie der Urlaub mit Pflegekindern entspannt verläuft, dazu haben wir uns bei Pflegefamilie Peters* aus Marburg umgehört.

Der Pool glitzert in der Abendsonne. Die Familie sitzt gemeinsam auf der Terrasse und lässt einen wunderschönen Urlaubstag beim Brettspiel ausklingen. Ferien wie aus dem Bilderbuch sehen in der Realität meist ganz anders aus: Schlafmangel, quengelnde Kinder und gestresste Eltern statt Friede, Freude, Urlaubsstimmung. Dabei können Familienreisen durchaus gelingen. Vorausgesetzt es darf auch mal chaotisch zugehen und man schraubt seine eigenen Erwartungen drastisch zurück. So wie Familie Peters aus Mittelhessen. Wenn die Pflegefamilie den Van vollpackt, ist es mit der Idylle schnell vorbei. Utensilien, Bekleidung und Proviant für sechs Personen müssen verstaut werden. Ob es an die niederländische Nordseeküste, nach Südfrankreich oder Istrien geht: Jedes Kofferpacken gleicht einem Umzug. Die Pflegefamilie aus Hessen reist gerne und viel. Und das im Großformat mit zwei leiblichen Söhnen und zwei neun und elf Jahre alten Pflegetöchtern. Wie der Urlaub mit Pflegekind stressfrei funktionieren kann, verrät Vater Jörg.

Urlaub mit Pflegekind ist wie eine Reise zum Mars

Urlaub mit PflegekindernDer Alltag von Familie Peters ist klar strukturiert. Außerhalb der Ferien gehen die Pflegetöchter pünktlich um 20.00 Uhr ins Bett. Die Mutter kümmert sich um den Haushalt und die Familie. Der immergleiche Alltag hilft den Mädchen dabei, sich zu orientieren. Beim Reisen werden genau diese festen Abläufe aufgebrochen. „In den Ferien sehen wir das gelassener, da dürfen die Kinder auch schon mal länger aufbleiben“, sagt Pflegevater Jörg. Was für jede andere Familie ganz normal klingt, kann für Familie Peters schon sehr herausfordernd sein. „Wenn unsere Pflegekinder den Alltag nicht mehr haben, bringt sie das ziemlich durcheinander“, so der Sozialpädagoge. „Wenn nur eine Kleinigkeit anders ist, ist es für sie wie auf dem Mars – eine andere Welt.“ Dann werden Regeln vergessen, getroffene Vereinbarungen umgangen und heftige Trotzanfälle ausgelebt. „Da hilft es nur, locker zu bleiben und mit dem umzugehen, was gerade passiert“, sagt der Pflegevater.

Pflegekinder verhalten sich im Urlaub oft auffällig

Gerade im Urlaub können sich bestimmte Verhaltensmuster intensivieren. Viele Pflegekinder zeigen in einer ungewohnten Umgebung ein auffälliges Verhalten. Distanzlosigkeit zu anderen Menschen ist eines davon. „Unsere Mädchen gehen direkt auf wildfremde Menschen zu, suchen körperlichen Kontakt, der in der Situation völlig unangebracht ist. Da müssen wir schon sehr aufpassen“, sagt der 45-jährige. Zugrunde liegen meistens Bindungsstörungen. Zuverlässige Beziehungen haben viele Pflegekinder nie kennengelernt. Ganz im Gegenteil: Sie haben die Erfahrung machen müssen, dass man sich auf andere Menschen nicht verlassen kann. Der Drang nach Aufmerksamkeit und körperliche Nähe zu Fremden ist nur ein Anzeichen dafür, dass in der frühen Kindheit etwas gefehlt hat. Doch nicht nur das, erklärt der Familienvater: „Als unsere Pflegekinder noch jünger waren, durfte man sie nicht aus den Augen lassen. Blitzschnell waren sie abgelenkt und verschwunden. Das kann auch gefährlich werden.“

Ruhe und Wasser sind das A und O

Stressfrei in den Urlaub mit Pflegekindern? Da ist Planung gefragt. Damit die Familie trotz fremder Umgebung viel Ruhe und Privatsphäre genießen kann, bucht sie meistens ein Ferienhaus oder einen Campingurlaub. „Wichtig ist, dass wir uns auch mal zurückziehen können. Unsere Pflegetöchter brauchen gerade nachts viel Ruhe, damit sie überhaupt in den Schlaf finden.“ Eine ländliche Umgebung und ein abgeschlossenes Grundstück sind perfekte Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub mit der Großfamilie. „Und Wasser! Ohne Wasser geht nichts.“ Ob sich dies in einem Pool oder See befindet, sei indes egal. „Während die Kinder im Wasser unbeschwert toben oder sich auf der Luftmatratze treiben lassen, können wir auch als Eltern entspannen.“ Neben den entschleunigten Tagen gibt es immer mal wieder Unternehmungen. „Dann fahren wir in das nächste Hafenstädtchen, erkunden die Gassen und gehen mit der ganzen Familie essen“, so der Familienvater. „Auch unsere Pflegetöchter merken schnell, dass solch ein Restaurantbesuch etwas ganz Besonderes ist und genießen die gemeinsame Zeit.“

Erwartungen zurückschrauben und Fünfe gerade sein lassen

Urlaub mit PflegekindernJedes Pflegekind ist einzigartig, hat seine eigene Biografie. Was man ihnen im Einzelfall zumuten kann, hängt von jedem Kind individuell ab und von den Nerven der Eltern. „Die Eltern sollten sich einig sein, wenn sie eine Reise planen. Und auch mal Fünfe gerade sein lassen, damit es keinen Stress gibt“, bestätigt Jörg. „Außerdem sollte man nicht zu hohe Erwartungen haben.“ Die können schon mal nach hinten losgehen, wie der Familienvater aus eigener Erfahrung weiß. Eine Reise nach Venedig entpuppte sich vor einigen Jahren als Nervenprobe. „Als Kind war ich selbst oft in Norditalien und Venedig. Also entwickelte ich den ambitionierten Plan, meiner Familie die Lieblingsorte meiner Kindheit zu zeigen. Unsere kleine Pflegetochter wollte zu dieser Zeit allerdings nie an der Hand gehen. Sie am Ufer der Wasserstraßen allein spazieren zu lassen, war viel zu gefährlich. Also lief ich mit einem schreienden Kind auf dem Arm durch Venedig. An Sightseeing war nicht mehr zu denken.“

Urlaub mit Pflegekindern

Trotz solcher Erfahrungen möchte die Familie die gemeinsamen Urlaube nicht missen. Ob es nun Skifahren in Südtirol oder Ferienhausurlaub in Kroatien ist: „Es ist anstrengend als Großfamilie in einer Konstellation mit Pflegekindern zu reisen, aber es schweißt auch zusammen. Und wenn wir in alten Alben blättern, schwelgen alle in den liebenswerten Erinnerungen.“ Und noch ein Effekt hat der Urlaub für die Kinder: „Wir staunen immer wieder, wie positiv sich eine gemeinsame Reise auf die Entwicklung der Pflegekinder auswirkt. Nach jedem Urlaub sind sie körperlich und seelisch gewachsen.“

Urlaub mit Pflegekindern ist übrigens in den meisten Fällen problemlos möglich. Alle Reisen werden mit den leiblichen Eltern oder dem Vormund abgesprochen. Zusätzlich können sich Pflegeeltern eine Vollmacht ausstellen lassen. Nur selten gibt es Fälle, in denen etwas dagegenspricht. Für Pflegekinder ist es in jedem Fall ein großes Abenteuer. Und für die Eltern? Die müssen vielleicht das ein oder andere Mal tiefer durchatmen und darauf bauen, dass auch der schönste Urlaubsstress irgendwann zu Ende geht.

Möchten Sie auch einen Urlaub mit Pflegekindern verbringen, dann freuen wir uns darauf Sie als Familie kennenzulernen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

*Namen der Redaktion geändert

Zu Fuss durchs Universum

Zu Fuss durchs Universum

Zu Fuss durchs Universum

Die folgende Rezensionsvorlage ist von socialnet.de, für die der Autor schon viele Rezensionen geschrieben hat.

AutorIn: Regina Groot Bramel, Zu Fuss durchs Universum, Patmos Verlag 2018

RezensentIn:Bertram Kasper, Dipl. Supervisor, www.pflegefamilien-hessen.de

Thema

In dem vorliegenden Buch findet der Lesende eine Sammlung von Briefen über die drei ersten Lebensjahre an ein Kind. Ein Logbuch für das Universum. Dabei lädt die Autorin Menschen dazu ein das Wunder des Lebens bewusster wahrzunehmen und die eigene Aufmerksamkeit auf die vielen kleinen Entwicklungs- und Wachstumsgeschichten zu lenken. Der Untertitel lautet: „Als Eltern unterwegs mit einem kleinen Menschenkind“.

AutorIn oder HerausgeberIn

Die Autorin ist nach den Angabe aus dem Buch, Mutter vieler Kinder und Pflegekinder, Sozialpädagogin, Religionslehrerin und Reittherapeutin. Sie lebt mit ihrer großen Familie und vielen Tieren in der ländlichen Idylle des hessischen Mittelgebirges. Dort verwirklicht sich ihr Kinderheitstraum von einem Haus, in dem ist Platz für Alt und Jung, Verwandte und Freunde.

Entstehungshintergrund

Die Autorin wollte ein Mutmach – Buch für Eltern und Pflegeeltern schreiben.

Aufbau

Das Buch gliedert sich insgesamt in 21 Kapitel und umfasst 193 Seiten. Die Kapitel orientieren sich an wichtigen und zentralen Ereignissen, aber auch täglichen Begebenheiten in den ersten Jahren.

Die Kapitel im Einzelnen:

Vorwort – Glück und Segen – Lächeln und Lachen – Essen und Trinken – Greifen und Erkunden – Sitzen – Worte sammeln – Laufen lernen – Spazierenstehen – Zeit empfingen – Danken und Bitten – Spielen und Lernen – Erzählen und Vorlesen – Geben und Nehmen – Reden und Handeln – Verlieren und Finden – Das Ich entdecken – Unterwegs und daheim – Fragen und Antworten – Visionen und Ziele – Kleine und große Geschenke – Auf ein Neues!

Inhalt

Zu Fuss durchs UniversumIch habe einmal nachgeschaut was Universum eigentlich bedeutet. Es ist abgeleitet aus dem lateinischen Wort universus, deutsch ‚gesamt‘, auch der Kosmos oder das Weltall genannt. Das Universum steht für die Gesamtheit von Raum, Zeit und aller Materie und Energie darin. Wenn ich das in Verbindung mit dem Titel des Buches bringe „Zu Fuss durchs Universum“, kann ich mir schon vorstellen, wie intensiv die Erzählungen von Regina Groot Bramel über die ersten drei Jahre im Leben eines Kinders sein werden.

Mundus ist noch ein anderes Wort für Universum und hat eher einen philosphischen Hintergrund. Mundus sensibilis steht für die sinnlich wahrnehmbare Welt. Universum im Zusammenhang mit Mundus sensibilis drückt das ganze Wunder von Babies und Kleinkindern mit all ihrer Energie und Sinnlichkeit in Raum und Zeit aus.

Und so ist es dann tatsächlich auch. Diese intensive Atmosphäre überträgt die Autorin mit einer trefflichen Sensibilität in die vielen kleinen wundersamen Erlebnisse, Geschichten und Erfahrungen.

Die Überschriften der einzelnen Kapitel verraten ganz praktisch worum es geht. Manchmal, so ging es mir beim Lesen, kommen einem die Erinnerungen an die eigenen Kinder oder an die eigenen Kindheit schon in den Sinn. Durch die lebendige und bildhafte Erzählweise, werden dadurch die eigenen Familienkindergeschichten wieder ganz präsent und gegenwärtig.

So lädt das Buch wahrscheinlich ganz unbeabsichtigt auch dazu ein, mit den heute vielleicht erwachsenen Kindern das eine oder andere Kapitel zu lesen und dadurch die eigenen Erlebnisse wieder ganz real zu aktivieren.

Die Autorin schreibt zwar ist es kein entwicklungspsychologische Buch, doch vielleicht ist es das Entwicklungspsychologiebuch überhaupt, da es sehr sinnlich die vielen kleinen Entwicklungsschritte des jungen Erdenbürgers beschreibt und für eine genaue Beobachtung sensibilisiert. Nebenbei und doch so feinfühlig wird die Magie der ersten drei Lebensjahre so präsent. Mit jedem weiteren Kapitel erschließt sich die tiefe Bedeutung für den Titel und die damit verbundene Unendlichkeit: Zu Fuss durchs Universum. So werden kontinuierlich die unterschiedlichen Blickwinkel auf die jeweiligen Entwicklungsschritte des jungen Weltenbummlers angereichert.

Zwischendurch streut Regina Groot Bramel zum jeweiligen Kapitel Redewendungen ein wie z.B. „Du sollst zwar fest im Sattel sitzen, jedoch nicht auf dem hohen Ross“. So gibt die Autorin z.B. dem Sitzen als Entwicklungsstufe nochmals eine andere Bedeutung, die auch Eltern wertvollen Hinweise sein können die Begleitung und Erziehung ihrer Kinder zu differenzieren.

Nicht nur in dem Kapitel „Greifen und Erkunden“ wird deutlich, wie wichtig diese Entwicklungsphase ist und wie sie in das Leben an sich wirkt. Die Autorin versucht die Auswirkungszusammenhänge zwischen den ersten Entwicklungsjahren und der zukünftigen Biographie an sich zu verdeutlichen.

Deshalb möchte ich dazu die Autorin sprechen lassen: “ Du greifst und begreifst die Welt jeden Tag ein Stückchen mehr. Das Greifen wird dein Leben lang nicht mehr aufhören. …Wir begreifen Sachverhalten und immer kompliziertere Zusammenhänge, bilden gedankliche Verknüpfungen. Wir greifen ein, wenn etwas Gefährliches sich ankündigt oder eine Ungerechtigkeit passiert. Wenn uns einer dumm kommt, fühlen wir uns angegriffen. Auch unsere Gesundheit bezeichnen wir als angegriffen, wenn miese kleine Erreger uns Husten und Schnupfen bescheren.“ (S.33 – 34)

Auch die so wichtige Interaktion zwischen Eltern und Kindern kommt ganz beiläufig in den Blick und gibt Hinweise für einen spielerischen und leichten Umgang.

Zu Fuss durchs Universum

© Konstantin Yuganov-mozZz – Fotolia.com

So könnte das Buch auch ein Vorlesebuch für Eltern sein, die es selbst nicht so leicht mit der Erziehung ihrer Kinder haben. Quasi als Impulsgeber, mal etwas anders zu probieren. Oder das ein oder andere Kapitel kann als Gesprächsaufhänger dienen, um mit Herkunftseltern der Pflegekinder in einen guten Austausch zu kommen.

Am Ende sind es die kleinen, oft ganz stillen Momente in den ersten Lebensjahren, die ganz beiläufig und unverhofft bedeutungsvoll werden. Nicht selten zaubern sie beim Lesen ein Lachen ins Gesicht. So ist es nicht verwunderlich, dass mein Lieblingskapitel „Lächeln und Lachen“ ist.

Und so ist es dieser Wunsch den ich zitieren möchte: „Ich wünsche mir, dass du an jedem Tag deines Lebens lächeln kannst und etwas zu lachen hast. Ich will nach meinen Möglichkeiten dazu beitragen und mich daran freuen. Und ich will es teilen, es ist ganz einfach und gehört zu den Dingen, die sich vermeher, wenn man sie verschenkt. Und – ein Lächeln ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen!“

Zu Fuss durchs Universum – Diskussion und Fazit

Ein leichtes, ein schönes Buch mit so köstlich sinnlichen Augenblicksbeschreibungen die mich als Leser verzückt haben. Ein echtes Wundersichtbarmachbuch für das Leben von Menschen. Ein Buch das Paaren wirklichen Mut macht, sich auf das Abenteuer Kinder einzulassen. Auch ein Buch, das Eltern geradezu einlädt selbst Tagebuch zu schreiben, um es später mit den eigenen Kindern zu lesen. 

Ein Buch für Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen und Krippen, die auf die Entwicklungspsychologie einen anderen Blick bekommen wollen. Und ein Buch, das die eigene Beobachtungsfähigkeit schärft, für Erzieherinnen und für Eltern.

„Wer noch nicht dem Zauber erlegen ist, den ein eigenes Kind verbreitet, kann es nicht verstehen. Es ist, als wäre da eine gläserne Wand zwischen dem Davor und Danach“, S. 57

Wollen auch Sie zu Fuss durchs Universum gehen…vielleicht mit einem Pflegekind, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

 

Was der Sport für Pflegekinder tun kann

Was der Sport für Pflegekinder tun kann

Sport für Pflegekinder – eine Erfolgsgeschichte! 

Pflegekind Jonas lebt für seinen Traum, ein Fußball-Profi zu werden und seine Pflegefamilie unterstützt ihn dabei

Am 14. Juni startet die Fußball-WM in Russland. Millionen Menschen werden mitfiebern und den deutschen Nationalspielern die Daumen drücken. Einer von ihnen ist Jonas*, selbst Torwart und Ausnahmetalent. Er spielt in der Hessenliga, U17, obwohl er mit gerade mal 14 Jahren zu den Jüngsten gehört. „Wenn er auf dem Fußballplatz steht, konzentriert er sich auf das Spiel und seine Mannschaftskameraden“, sagt sein Pflegevater Michael*. Vergessen sind die Sorgen und Nöte.

Mit fünf kam der Junge in seine Pflegefamilie, im Gepäck ein schweres Schicksal, wie es so viele Pflegekinder mit sich tragen. Die Pflegefamilie gibt ihm Halt und fördert seinen Wunsch, ein erfolgreicher Fußballer zu werden. Sport für Pflegekinder ist Kraftquelle und Lebenselixier. Da sind sich die Pflegeeltern einig. Beim Fußball kann Jonas Druck abbauen und sein persönliches Ziel verfolgen – ein Torwart-Profi zu werden!

Sport bringt Pflegekinder zurück ins Gleichgewicht

Schon bei den Bambinis hatte Jonas eine große Affinität zum Fußball. „Auf dem Rasen ist er ein anderer Mensch“, sagt sein Pflegevater. Während er in der Schule bei Lehrern und Klassenkameraden aneckt, findet er im Sport den Ausgleich und die Anerkennung, die er dringend benötigt. „Sein Sozialverhalten ist beim Fußball ein völlig anderes“, bestätigt er. Dann ist Jonas Freund und Kamerad, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt, auch mal extra Schichten trainiert, während es andere Jugendliche wieder an die Playstation zieht. Die Pflegefamilie ist sich sicher, dass Sport für Pflegekinder ausschließlich Vorteile mit sich bringt.

Anerkennung durch Trainer und Umfeld

Beim Fußball zählen nur die Leistung und das Engagement, unabhängig von der Herkunft. „Wir sind immer ganz offen damit umgegangen, dass Jonas ein Pflegekind ist. Sport und PflegekinderIm Fußball-Verein hat das nie jemanden gestört,“ so der Pflegevater. Beim Fußball haben alle eine Chance, die mit Herz und Seele dabei sind. Ein weiterer positiver Aspekt, den der Sport für Pflegekinder hat. „Der Trainer eiert nicht herum. Hier gibt es klare, präzise Ansagen. Genau, die Form der Ansprache, die unserem Sohn Sicherheit gibt.“ Dabei begegnen sich der Trainerstab und die Jugendlichen auf Augenhöhe. Absprachen werden inzwischen ohne die Eltern getroffen. Jeder übernimmt Verantwortung. Für Jonas ein gutes Gefühl, ernst genommen zu werden. Prestigeträchtige Sportarten, wie der Fußball, bringen zudem Lob und gesellschaftliche Akzeptanz. Etwas, was Pflegekinder von den leiblichen Eltern per se erstmal kaum erfahren. Über den Erfolg im Sport können Pflegekinder emotionale oder kognitive Defizite kompensieren, ihre Leistungsfähigkeit und soziale Kompetenzen herausstellen. 

Gemeinsamer Familienurlaub ist schwierig

Die Familie investiert viel für den Lebenstraum ihres Pflegekindes. Drei bis vier Mal die Woche stehen Trainings an. Weite Fahrtstrecken zu den Auswärtsspielen und das teure Equipment zehren am Geldbeutel. Die Tochter beschwert sich manchmal, wenn die Jungs in der Familie wieder einmal unterwegs sind und erst spät am Abend heimkehren. „Einen gemeinsamen Familienurlaub zu planen, ist fast unmöglich“, sagt Michael. In den Sommerferien gibt es meistens nur eine zweiwöchige Trainingspause. Dass beide Eltern in dieser Zeit gleichzeitig Urlaub haben, ist äußerst selten. Also beschränkt sich der Sommerurlaub oft nur auf Kurzausflüge. Doch der Vater eines Pflege- und eines leiblichen Kindes will sich nicht beschweren. „Wir bekommen dafür auch ganz viel zurück und sind wahnsinnig stolz auf unseren Sohn.“Sport für Pflegekinder

Mit der Pubertät beginnt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

Der Wechsel in eine Pflegefamilie ist für die Kinder ein herber Einschnitt. In der Pubertät werden sie häufig von der Vergangenheit eingeholt. Alte Ängste werden wieder hervorgespült. Der Sport wirkt ausgleichend, wenn dunkle Wolken am Horizont aufziehen. „Das regelmäßige Training tut Jonas gut, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen und um Stress und Adrenalin abzubauen“, so der Pflegevater. Jonas achtet sehr auf sich und seine Gesundheit, ist körperlich austrainiert. Damit grenzt er sich auch von den vielen schmerzhaften Erfahrungen ab, die er als Kleinkind schon machen musste. Das stärkt ihn für andere Alltagsaufgaben.

Jonas will bei seiner Pflegefamilie bleiben

Jonas‘ Talent bleibt nicht unentdeckt. Er bekommt Angebote von Vereinen und Leistungszentren, könnte in ein Sportinternat umziehen. Doch vorerst hat er sich dafür entschieden in der Pflegefamilie zu bleiben. Dort wo er seine Unterstützer hat. Die Menschen, die ihn bedingungslos akzeptieren und lieben. Sein Ziel verliert er dabei nicht aus den Augen. Spätestens wenn die Spiele in der Hessenliga beginnen, wird er wieder fokussiert im Tor stehen. Er will Torwart-Profi werden, wie seine Idole Manuel Neuer und Roman Bürki. Dafür lässt er auch mal das ein oder andere Deutschland-Spiel bei der Fußball-WM sausen. Dann, wenn er selber spielen muss. Training geht eben vor – für den Traum vom Fußball-Profi.  *Namen von der Redaktion geändert

Möchten Sie auch Kinder auf ihrem Weg in den Sport und durch ihr Leben begleiten, dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Der Beitrag wurde von Pamela Premm geschrieben. Vielen Dank.

Pflegemutter Barbara Schöneberger

Pflegemutter Barbara Schöneberger

Wenn ich wünschen könnte, wäre meine Pflegemutter Barbara Schöneberger

Gerade hat Barbara Schöneberger in der Dezemberausgabe des Magazins ‚Barbara‘ den Themenschwerpunkt Familie gewählt. Sie titelt „Natürlich ist bei uns alles super!“. Und abgebildet ist wie auf jeden Titelblatt natürlich Barbara Schöneberger.

Diesmal mit ihrer Pflegefamilie, einem adretten Mann mit grau melliertem Vollbart, einem vielleicht 9-jährigen Mädchen, erstaunt und fragend in die Welt schauend und ein etwa 6-jähriger Junge, grimmig sein Blick, mit trotzig verschränkten Armen. Beide mit blonden lockigen Haaren, wie die Pflegemutter Barbara Schöneberger selbst.

Glitzer, Glamour, Glücksmomente…

Pflegemutter Barabara Schöneberger eine ‚ Ich trau mich Mama‘ und eine ‚ Ich trau mich Frau‘, wie ich sie mir als Pflegekind wünschen würde. Mutig geht sie mit ihrem Andersein um, mit ihrem eben nicht in den Mainstream passend, und kreiert daraus ihre ganz eigene Identität. Da kann ich doch hoffen, dass sie sich so richtig und ganz für mich einsetzt.

Und dazu strahlt Barbara Schöneberger für mich diese wohlige Wärme aus, die mit ein wenig Fülle und einer Brust zum Anlehnen einhergeht. Eine echte Mama eben. Und dazu ist sie noch „schrill wie eine Sirene“ wie neulich Rainer Wälde in seinem Magazin schrieb.

Pflegemutter Barbara Schöneberger

bringt also ideale Voraussetzungen für eine Pflegemama mit, die verhaltensorginellen Kindern einen Lebensort geben möchte. Und sie schreibt im Editorial: „Im Ernst, ich finde Familie zu haben wirklich toll ! Und zwar das Gesamtpaket . Den Spaß. Den Stress. Das Gewusel. Apropos Gewusel : Mir kann es nie voll und wild genug sein. Mein Tisch zu Hause ist riesig.“

Da sagt sie etwas Wahres…

Pflegemutter Barbara Schöneberger

Den Spaß, den Stress, das Gewusel…genauso ist Pflegefamilie sein. Ich selbst kenne eine Pflegefamilie, die auf ihrem großen runden Tisch eine Eisenbahn im Kreis fahren lässt, damit alle gut an die Butter, die Marmelade, den Käse und die Wurst kommen. Da ist Spaß und Gewusel garantiert.

Etwas später im Heft wird die Geschichte eines schwulen Mannes erzählt, der das Vater sein für 4 Tage ausprobiert, mit einer täuschend echten Baby Care Puppe. Diese ist für junge Paare gedacht, die einmal ausprobieren wollen, wie das Eltern sein ist. Ein echtes Simulationsexperiment.

Bei unseren Pflegeeltern ist alles ganz real, in Echtzeit sozusagen. Das Lachen, das Weinen, gemeinsame Glückmomente erleben und die Gute Nacht Geschichte, abends vor dem Schlafengehen am Bett.

Abenteuer garantiert…!

Auch homosexuelle Paare und Alleinerziehende sind bei uns willkommen. Spiegeln sich doch bei Pflegeeltern auch die

Pflegemutter Barbara Schöneberger

unzählige Modelle von Familie- und Elternsein in unserer Gesellschaft wieder.

Also werden Sie auch zur ‚Ich trau mich Frau‘ und zum ‚Ich trau mich Mann‘ und werden Sie Pflegefamilie. Barabra Schöneberger hat gleich eine ganze Familie bei sich aufgenommen.

Wir freuen uns auf ein unverbindliches Vorgespräch mit Ihnen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf…

Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder

Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder

Nelson Müller – mach Dein Ding…

Nelson Müller – erfrischend anders, seine dunkle Hautfarbe, seine Geschichte als Pflegekind mit ghanaischen Wurzeln, sein Erfolg als Sternekoch, Fernsehstar und seine zweite Karriere als Musiker. Seinen Pflegeeltern hat er ein eigenes Lied gewidmet: Euer Lied. Heute ist er für viele eine Identifikationsfigur, kulturell und sozial.

Wie kann Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder und Pflegeeltern sein?

Pflegekinder haben zwei Familien. Manchmal kommt – wie bei Nelson Müller – noch ein kulturell origineller Hintergrund dazu, der die Identitätsfindung nicht leichter macht und von einem jungen Menschen, der mit 4 Jahren nach Deutschland gekommen ist, einiges abverlangt. Für eine gelingende Identitätsentwicklung sind drei Aspekte besonders unterstützend:

Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder

  • eine stabile Pflegefamilie mit klaren Werten, Einstellungen und einem vernetzten sozialen Umfeld
  • die Bereitschaft der Pflegefamilie, die Herkunftsfamilie des Pflegekindes als wichtigen Faktor in der Geschichte des Kindes anzuerkennen
  • und die Fähigkeiten des Pflegekindes, selbst die beiden persönlichen Wurzeln miteinander sinnvoll zu verbinden
  • Nelson Müller scheint dies mit Unterstützung seiner Pflegeeltern gelungen zu sein.

Nelson Müller – erkenne Deine Möglichkeiten…

Was ist das Geheimnis von Nelson Müller?  Was sind die Faktoren in seiner Biographie, die ihn dabei unterstützten, seinen Weg zu gehen?

Ulrike Frenkel von der Stuttgarter Zeitung gibt in ihrem Artikel vom 13.11.2011 einige spannende Hinweise, die auch für Pflegefamilien und Pflegekinder interessant sein können. Auch in dem schon oben erwähnte Lied für seine Pflegefamilie finden sich einige Anhaltspunkte.

Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder

So textet Nelson Müller in seinem Song: „In Euch fand ich Familie und durch Euch fand ich Phantasie“ und ein paar Zeilen später „Ihr habt mich mit Liebe angesehen“. Dieses Gefühl des ‚Angenommen Werdens‘ scheint für Nelson Müller ganz zentral und prägend für seinen weiteren Lebensweg zu sein. Daraus schöpft er Kraft und Klarheit, wie er es im Interview mit Ulrike Frenkel nennt.

Die kleinen positiven Dinge im Alltag des Lebens…

und der herzliche leichte Blick darauf sind für Kinder mit zwei Familien ganz besonders elementar – eine wichtige Quelle für die Wahrnehmung der Schönheit der Welt. Dadurch wird zudem das Gefühl gestärkt: es ist gut auf der Welt zu sein.

Dazu kommt die Klarheit der vermittelten Werte. Wofür stehen wir als Familie, was sind die Leitplanken des Lebens, für die wir einstehen? Nelson Müller nennt Durchhaltevermögen und Verantwortungsbewusstsein. Zielorientiert etwas verfolgen und dabei dennoch offen zu sein für die vielfältigen Inspirationen, die das Leben bietet. Da ist die Kochkunst und die Musik ein ideales Feld, um sich auszutoben, um kreativ zu sein. Nelson Müller scheint seine Berufung gefunden zu haben.

Klarheit im Leben und Kreativität im Sein

Sicher auch deshalb engagiert sich Nelson Müller als Schirmherr für die sozialen Projekte ‚Menschenmögliches‘ und ‚FLIZmobil‘. Etwas weiter geben von dem erfahrenen Geschenk in einer behüteten und stabilen Umgebung aufgewachsen zu sein und dennoch genug Freiraum für die eigene Entwicklung gespürt zu haben.

Unsere Hinweise für Sie:

  • Pflegefamilie zu sein ist eine wundervolle Aufgabe und Sie leisten mit Ihrem Engagement einen generationsübergreifenden Beitrag
  • Viele Pflegekinder profitieren von dem liebevollen und stabilen Rahmen in einer Pflegefamilie
  • Der Blick auf die kleinen positiven Dinge im Leben ist elementar Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder
  • Die Klarheit in den vermittelten Werten verbunden mit genug Freiraum für die eigene Entwicklung ist für Pflegekinder eine tolle Kombination

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme für ein unverbindliches Informationsgespräch, um Pflegefamilie zu werden!!!

Wer mehr über die Biographie von Nelson Müller erfahren will…Vielleicht finden Sie noch weitere Hinweise, wieso Nelson Müller ein Vorbild für Pflegekinder sein kann.

Eines seiner aktuellen Kochbücher finden Sie unter…

Die ausgewählten Fotos wurden uns dankenwerter Weise von Mario Andreya zur Verfügung gestellt

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